Glorreiche Triumphe - gefährliche Unfälle

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11. Januar 2016 - 14:08 Uhr

2006 - Heimsieg

Ohne große Anstrengung feiert Michael Schumacher einen sicheren Heimsieg. Den Ferrari-Doppelsieg macht Rubens Barrichello als Zweiter perfekt. Fernando Alonso enttäuscht. Der Renault-Pilot wird nur Fünfter und muss einen Rückschlag im Kampf um die Fahrer-WM gegen Schumi hinnehmen.

2005 - Alonso zieht davon

Michael Schumacher wird bei dem Fernando-Alonso-Sieg nur Fünfter und hat so gut wie keine Chance mehr auf den WM-Titel. Auch Kimi Räikkönen, ärgster Verfolger von Alonso, ist im Pech. Klar in Führung liegend scheidet der Finne wegen eines Hydraulikproblems an seinem McLaren-Mercedes in der 36. Runde aus.

2004 - Mr. Zuverlässig schlägt wieder zu

Mit seinem 11. Triumph im 12. Saison-Rennen stellt Michael Schumacher vorzeitig seinen Sieg-Rekord aus dem Traumjahr 2002 ein. Zudem blieb 'Mr. Zuverlässig' zum 50. Mal in Serie von einem technischen Defekt verschont. Zuletzt hatte ihn sein Ferrari am 29. Juli 2001 auf dem Hockenheimring im Stich gelassen. Nur zwei Mal sah Schumi seitdem nicht die Zielflagge (2003 Brasilien/Dreher und 2004 Monaco/Unfall mit Montoya), in allen anderen Rennen fuhr er immer in die Punkte und holte 31 Siege.

2003 - Schrottplatz Formel 1

Ein Startunfall wirbelt das komplette Feld durcheinander. Das Unheil nimmt seinen Lauf, als Räikkönen links an Barrichello vorbeifahren will und Ralf Schumacher den brasilianischen Ferrari-Piloten leicht abdrängt. Eingeklemmt von Räikkönen und Schumi II reißt er sich erst an Räikkönens Hinterrad die vordere Aufhängung weg, worauf Räikkönen in den Seitenkasten von Ralf Schumacher fliegt. Michael Schumacher muss vier Runden vor dem Ziel wegen eines Reifenschadens an die Box. Er fällt von Rang vier auf Platz sieben zurück.

2002 - Start-Ziel-Sieg für Schumacher

Es ist der erste Sieg Schumis in einem Ferrari auf dem Hockenheimring. 120.000 Zuschauer - meist in rot gekleidet - jubeln dem Sieger zu. Ein Defekt vier Runden vor dem Ende verhindert den ersten deutschen Doppelsieg. Ralf fährt an die Box und wird hinter seinem BMW-Williams-Teamkollegen Juan Pablo Montoya Dritter.

2001 - Der große Knall

Es ist das letzte Rennen vor dem Umbau des Hockenheimrings. Auf der Hochgeschwindigkeitspiste passiert ein schwerer Unfall, der einen Rennabbruch zur Folge hat (Bild). Michael Schumacher fehlt beim Start der Antrieb. Alle Piloten weichen aus, bis auf Luciano Burti. Der kracht mit 200 km/h in den Ferrari und geht kurz in die Luft wie ein Düsenjäger. Viele Trümmerteile fliegen umher und treffen andere Autos, die Rennleitung schickt erst das Safety Car auf die Piste, bricht wenig später aber ab. Nach dem Neu-Start fahren die beiden BMW-Williams-Piloten Juan Pablo Montoya und Ralf Schumacher ein tolles Rennen. Beim ersten Stopp von Montoya passt der Tankrüssel nicht und er fällt auf Rang vier zurück. Später hat sein Motor auch noch einen Defekt. Ralf übernimmt die Führung und gewinnt.

2000 - Barrichello weint

Acht Sekunden nach dem Start ist für Michael Schumacher das Rennen beendet: Der Ferrari-Fahrer scheidet nach einer Kollision mit Giancarlo Fisichella in der ersten Kurve aus. McLaren-Mercedes sieht schon wie der sichere Sieger aus, da macht ein entlassener Mercedes-Mitarbeiter den Silbernen einen Strich durch die Rechnung. Der enttäuschte Mann rennt auf und über die Fahrbahn - das Safety Car muss auf die Strecke. Rubens Barrichello schließt auf die Spitze auf, fährt bei anschließendem strömenden Regen das Rennen seines Lebens und beweint seinen ersten Sieg mit Ferrari.

1999 - Ferrari-Doppelsieg ohne Schumi

Nach dem Ausfall von Mika Häkkinen schlägt die Stunde für Ferrari. In Abwesenheit des verletzten Michael Schumacher fahren Eddie Irvine und Mika Salo einen Doppelsieg für die Roten ein. Salo absolviert als Schumacher-Ersatzmann ein fantastisches Rennen.

1997 - Coulthard ohne Servo

Eddie Irvine und Heinz-Harald Frentzen schießen sich in der ersten Kurve gegenseitig aus dem Rennen. Auch über die Schuldfrage können sich die Beteiligten nicht einigen. Giancarlo Fisichella führt zum ersten Mal in seiner Karriere ein Formel-1-Rennen an. Kurz vor Ende muss Michael Schumacher einen zweiten, ungeplanten Boxenstopp einlegen, um nochmals 15 Liter nachzutanken. Trotzdem kann er den zweiten Platz behaupten. Der dominierende Fahrer des Rennens ist jedoch Gerhard Berger. Der Österreicher gewinnt auf Benetton den letzten GP seiner Karriere. David Coulthard darf den 1937er Mercedes W125 fahren. Nach zwei Runden ist er fix und fertig. Coulthard: "Ich dachte, meine Arme fallen ab. Mir ist schleierhaft, wie diese Kerle 500-km-Rennen fahren konnten."

1995 - Heimsieg für Schumi

Erster und bislang einziger deutscher Sieg in Hockenheim durch Michael Schumacher. Richtig feiern lassen kann sich der Weltmeister jedoch nicht: Auf der Ehrenrunde würgt er den Motor ab und muss abgeschleppt werden. Bereits vor dem Rennen hatte Schumi Pech: Bei der Fahrerparade wird der Benetton-Pilot von seinem Gefährt im Stich gelassen und muss schieben. Auch Mercedes kämpft mit Motor-Problemen. Die Schwaben haben zwar das stärkste Aggregat im ganzen Feld, aber es mangelt noch an Zuverlässigkeit: In der 18. Runde verabschiedet sich Martin Blundell mit einem Motorschaden, in der 34. sein Teamkollege Mika Häkkinen.

1994 - Berger lässt Ferrari jubeln

Zum ersten Mal können die deutschen Fans mit Michael Schumacher einem heimischen WM-Favoriten zujubeln. Doch Schumi kann seinen Heim-GP erneut nicht gewinnen, er fällt mit Motorschaden aus. Das Rennen bleibt dennoch unvergessen: Zum einen weil Gerhard Berger mit einem Ferrari-Sieg die vier Jahre währende Durststrecke der Scuderia beendet. Zum andern, weil gleich beim Start zehn Autos ausfallen.

1992 - Streithähne

Ayrton Senna und der junge Michael Schumacher geraten auf der Strecke aneinander: Der Brasilianer fühlt sich von dem Newcomer provoziert und zeigt ihm in der Box eindeutig, was er von so einem Verhalten hält. Der ist sich keiner Schuld bewusst.