Global Terrorism Index: Zahl der Terroropfer weltweit geht zurück

Nach dem Anschlag auf den Berliner Weihnachtsmarkt
Nach dem Anschlag auf den Berliner Weihnachtsmarkt
© dpa, Bernd von Jutrczenka, bvj kno

15. November 2017 - 16:53 Uhr

Neue Studie zu Terroropfern

Immer häufiger können Terroranschläge vereitelt werden. Die Anzahl der Anschläge geht weltweit zurück - das liegt auch daran, dass der IS geschwächt ist. In Europa zeigt sich jedoch ein etwas anderes Bild.

Weltweit weniger Menschen durch Terroranschläge gestorben

Im vergangenen Jahr starben weltweit 25.673 Menschen bei Terroranschlägen. Das sind 13 Prozent weniger als im Vorjahr und sogar 22 Prozent weniger als noch 2014. Das geht aus dem aktuellen 'Global Terrorism Index' der Londoner Denkfabrik IEP (Institute for Economics and Peace) hervor.

Der Großteil der terroristischen Aktivitäten spielt sich in Afrika, dem Nahen Osten und Asien ab - dort ging die Zahl der Toten in vier der fünf am stärksten betroffenen Ländern drastisch zurück. Experten machen für den weltweiten Rückgang die militärischen Niederlagen der Terrormiliz 'Islamischer Staat' im Irak und in Syrien verantwortlich.

Mehr Terrortote in Europa

In Europa sieht es etwas anders aus: 2016 wurden mit 856 Opfern so viele Terrortote verzeichnet wie seit 2002 nicht mehr. Allein 658 von ihnen starben bei Anschlägen in der Türkei.

Den Sicherheitsbehörden gelingt es aber immer häufiger, Terroranschläge zu vereiteln. Die größten Probleme bereiten dabei Attacken, die mit einfachen Mitteln, wie zum Beispiel Fahrzeugen, durchgeführt werden. Experten geben trotzdem eine vorsichtige Entwarnung: Schon ab 2017 könnte sich ein Rückgang der für Europa alarmierenden Zahlen abzeichnen.