Literaturmuseum

Gleimhaus Halberstadt zeigt Kunst von Dorothea Milde

Gleimhaus Halberstadt
Blick auf das Gleimhaus.
Klaus-Dietmar Gabbert/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild

Das Literaturmuseum Gleimhaus in Halberstadt zeigt die bisher nahezu unbekannte Kunst der Quedlinburger Expressionistin Dorothea Milde (1887-1964) in einer Ausstellung. Nach der Eröffnung am Samstag wird Harzwölfin bis 25. September zu sehen sein. Die Grafikerin galt dem Museum zufolge als schwermütig, nur etwa 15 Jahre lang betätigte sie sich künstlerisch. Das Gleimhaus verwahrt den Nachlass Mildes und hat daraus Exponate zu einer Werkschau zusammengestellt.

Große Bedeutung für die Künstlerin hatten den Angaben zufolge die Landschaften des Harzes. Milde nutzte vor allem die Technik der Federzeichnung, zudem finden sich auch Holzschnitte in der Ausstellung. Neben Harz-Motiven sind auch Motive aus Ostfriesland und der Lüneburger Heide sowie mittelalterliche Architektur zu sehen.

Das Gleimhaus ist dem Dichter Johann Wilhelm Ludwig Gleim (1719-1803) gewidmet. Er wirkte in der Zeit der Aufklärung in Halberstadt und starb auch dort. 1862 wurden seine Sammlungen in seinem einstigen Wohnhaus öffentlich zugänglich.