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Giglio gedenkt mit Sirenengeheul dem 'Costa Concordia'-Drama

Giglio gedenkt mit Sirenengeheul dem 'Costa Concordia'-Drama

Felsen wird wieder hergestellt

Am 13. Januar 2012 kenterte die 'Costa Concordia' vor Giglio. 32 Menschen starben, darunter 12 Deutsche. Mit mehreren Gedenkveranstaltungen wird heute auf der italienischen Insel der Katastrophe vor einem Jahr gedacht.

Giglio gedenkt mit Sirenengeheul dem 'Costa Concordia'-Drama
Zum Jahrestag des Unglücks sind viele Hinterbliebene nach Italien gekommen.
REUTERS, TONY GENTILE

Die Gedenkfeier begann mit der Wiederherstellung des beschädigten 'Le Scole'-Riffs: Ein Teil des Felsens, den die 'Costa Concordia' abgerissen hatte, wurde wieder an seinen ursprünglichen Ort gesetzt. Dann hielt Erzbischof Guglielmo Borghetti eine Messe in der Nähe des Wracks halten. In der Kirche, in der die Messe stattfand, hatten viele der rund 4.200 geretteten Passagiere und Crewmitglieder nach dem Unglück Zuflucht gefunden. Am späten Nachmittag sollen Gedenktafeln enthüllt und ein klassisches Konzert aufgeführt werden.

Der Höhepunkt der Gedenkfeier steht für den späten Abend auf dem Programm: Nach einer Schweigeminute um 21.45 Uhr werden im Hafen Sirenen aufheulen. Um diese Uhrzeit kollidierte die 'Concordia' vor einem Jahr mit dem Felsen. Zu den Veranstaltungen werden auch Angehörige von Opfern auf der Insel erwartet.

Bergung des Schiffs kompliziert

Die Bergung des havarierten Kreuzfahrtschiffs dauert länger und wird deutlich teurer als ursprünglich angenommen. Die Reederei Costa Crociere rechnet nun mit Bergungskosten von rund 400 Millionen Dollar (etwa 305 Millionen Euro) - das sind 100 Millionen Dollar mehr als erwartet. Auf einen Termin für das endgültige Abschleppen des Wracks vor Giglio wollte sich die Reederei bei einer Pressekonferenz nicht festlegen. Einen genauen Termin für die komplizierte Bergung zu nennen, sei "irreführend und unzuverlässig", teilte die Reederei mit. Man rechne mit einer Bergung noch vor Ende des Sommers.

Etwa 400 Spezialisten arbeiten Tag und Nacht auf Dutzenden Plattformen und Kränen daran, das halbversunkene Schiff in einem Stück zu sichern. Sie wollen einen Betonboden legen, auf dem die Costa Concordia aufgerichtet werden kann.