17. Juni 2019 - 7:34 Uhr

48 Millionen Menschen betroffen

In ganz Argentinien und Uruguay ist offenbar der Strom ausgefallen. Rund 48 Millionen Menschen sollen betroffen sein, berichtete der Sender BBC. Gegen sieben Uhr morgens (Ortszeit) brach plötzlich die Versorgung zusammen. Ampeln funktionierten nicht mehr, Züge blieben einfach stehen. Auch Teile von Brasilien, Chile und Paraguay sollen von dem massiven Blackout betroffen sein. Nur in der südargentinische Provinz Feuerland soll der Strom ohne Probleme funktionieren, so der Sender TN.

"Ein massiver Ausfall im elektronischen Verbindungssystem hat dafür gesorgt, dass ganz Argentinien und Uruguay ohne Strom sind. Wir bemühen uns um weitere Informationen", twitterte der argentinische Stromversorger "Edesur".

Ursache noch unklar

Die Ursache für den Stromausfall ist noch unklar. In Teilen von Argentinien finden heute Kommunalwahlen statt. Kurz bevor die Wahllokale öffneten, ging plötzlich das Licht aus. In sozialen Netzwerken posteten betroffene Bilder, die ganze Städte im Dunkeln zeigen.

Die Behörden arbeiten daran, die Stromversorgung wiederherzustellen, sagte ein Sprecher des Energieministeriums der argentinischen Zeitung "La Nación". Bis alle Teile des Landes wieder versorgt sind, könnte es aber noch mehrere Stunden dauern. 

Stromausfall ausgerechnet im Winter

Gerade jetzt im Winter trifft der Stromausfall die Menschen in Südamerika besonders schwer. Denn viele Heizungen funktionieren mit Strom. Südlich von Buenos Aires an der Küste sei es kalt, berichtete eine Augenzeugin namens Sara der Deutschen Presse-Agentur. Die Ampeln funktionierten nicht, auch könne man nicht tanken. "Es ist sehr merkwürdig, so massiv war es noch nie", sagte die junge Frau.