Es droht Lebensgefahr!

Giftige Gefahr für Kinder und Tiere: Diese Pflanzen sollten Sie nicht im Garten haben

Kinder erleben ihre Umwelt mit allen Sinnen.
Kinder erleben ihre Umwelt mit allen Sinnen.
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22. April 2021 - 8:25 Uhr

Giftige Blütenpracht

Im Frühling kommt die schöne Blütenzeit. Prachtvolle Pflanzen schmücken die Gärten und Balkone. Da Kinder ihre Umwelt mit allen Sinnen erleben, wollen sie die Pflanzen im Garten anfassen, pflücken oder womöglich sogar essen. Das Schlimme: Einige schöne Pflanzen sind sehr giftig. Wenn wir diese Gefahr ignorieren oder keine Ahnung haben, droht Lebensgefahr für Kind und Tier. Wir zeigen Ihnen die giftigsten Gewächse.

Diese Pflanzen sollten nicht im Garten sein

Diese Pflanzen sind giftig
Eisenhut, Pfaffenhütchen, Eibe und Rhododendron sind giftig.
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Wenn Tiere und Kinder durch den Garten streifen, sollten Sie bei diesen Pflanzen gut aufpassen:

Narzissen

Zu Ostern strecken die gelben Osterglocken ihre Hälse aus dem Gartenboden. Doch hier ist Vorsicht geboten, denn die Narzisse ist giftig. Wer die Pflanze berührt, riskiert Hautausschlag oder Entzündungen. Wird die Pflanze gegessen, drohen Erbrechen, Durchfall, Lähmungserscheinungen, Zittern, Krämpfe oder Probleme mit dem Herzen.

Petunie

Petunien schillern in den schönsten Farben. Doch aufgrund ihres Giftes sollten Kinderhände und Tiere ihr fern bleiben.

Eisenhut

Jeder hat bestimmt schon einmal die lilafarbenen, glockenähnlichen Blüten des Eisenhuts bestaunt. Aber sie gilt als giftigste Pflanze Europas. Schon die Berührung kann das Gift auf die Haut übertragen und zu schlimmem Hautausschlag führen.

Maiglöckchen

Die Frühlingsblüher mit ihren weißen Glöckchen sind sehr schön anzusehen und sollten ebenfalls nicht in Kinderhände gelangen.

Eibe

Die Eibe wird gerne als Sichtschutz in Gärten angepflanzt. Ihre Rinde, Nadeln sowie die Samen sind hochgiftig.

Tollkirsche

Auch bei der Tollkirsche müssen Eltern aufpassen. Die Früchte der Tollkirsche erinnern sehr stark an richtige Kirschen. Der Verzehr kann zu extremen Vergiftungserscheinungen führen. Es sollte sofort die nächste Klinik aufgesucht werden, wenn Tollkirschen gegessen wurden.

Gefleckter Schierling
Der gefleckte Schierling gehört zu den Doldengewächsen und ist eine der giftigsten einheimischen Pflanzenarten.

Weitere giftige Pflanzenvertreter sind: Engelstrompete, Herbstzeitlose, Seidelbast-Arten, Rizinus, Bilsenkraut, Stechapfel, Aronstab, Efeu, Goldregen, Krokus, Oleander, Pfaffenhütchen, Rhododendron, Gartenbohne, Lupine und Wolfsmich-Arten.

Das sollten Eltern und Tierhalter beachten

Giftige Blumen im heimischen Garten
Aronstab, Engelstrompete, Petunien und Oleander sind ebenfalls giftig.
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Eltern und Tierhalten sollten sich informieren, welche Pflanzen im Haus oder im Garten giftig sind. Sie sollten diese dann so platzieren, dass Kind oder Tier sie nicht erreichen. Am besten ist jedoch das Ersetzen des giftigen Gewächses durch eine ungiftige Variante. Für einen Garten mit Kindern und Tieren eignen sich unter anderem: Kornblume, Kapuzinerkresse, Lavendel und Lilien. Außerdem sollten Eltern ihren Kindern früh genug beibringen, welche Pflanzen vermieden werden sollen.

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Giftnotrufnummern

Wie Sie eine Vergiftung erkennen und wie Sie sich bei einer Vergiftung des Kindes verhalten sollten, haben wir für Sie zusammengefasst. Die Giftnotrufnummern finden Sie hier:

Berlin: Giftnotruf Berlin
Giftnotruf der Charité Universitätsmedizin Berlin
Campus Benjamin Franklin, Haus VIII (Wirtschaftsgebäude), UG
Notruf: 030 192 40

Bonn: Informationszentrale gegen Vergiftungen
Informationszentrale gegen Vergiftungen
Zentrum für Kinderheilkunde, Universitätsklinikum Bonn
Notruf: 0228 192 40

Erfurt: Giftinformationszentrum
Giftnotruf Erfurt
Gemeinsames Giftinformationszentrum der Länder Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen
c/o HELIOS Klinikum Erfurt
Notruf: 0361 730 730

Freiburg: Vergiftungs-Informations-Zentrale
Vergiftungs-Informations-Zentrale
Zentrum für Kinder- und Jugendmedizin
Universitätsklinikum Freiburg
Notruf: 0761 192 40

Göttingen: Giftinformationszentrum-Nord
Giftinformationszentrum-Nord der Länder Bremen,
Hamburg, Niedersachsen und Schleswig-Holstein (GIZ-Nord)
Universitätsmedizin Göttingen - Georg-August-Universität
Notruf: 0551 192 40 (Jedermann) und 383 180 (Fachleute)

Mainz: Giftinformationszentrum Rheinland-Pfalz/Hessen
Giftinformationszentrum der Länder Rheinland-Pfalz und Hessen
- Klinische Toxikologie -
Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz
Notruf: 06131 192 40

München: Giftnotruf
Giftnotruf München
Abteilung für Klinische Toxikologische und Giftnotruf München,
Klinikum rechts der Isar der Technischen Universität München
Notruf: 089 192 40

Österreich, Wien: Vergiftungsinformationszentrale
Gesundheit Österreich GmbH
AKH Leitstelle 6 Q
Notruf: +43 140 643 43

Schweiz, Zürich: Schweizerisches Toxikologisches Informationszentrum (STIZ)
Tox Info Suisse
Notruf: +41 442 515 151