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Gierige Bayern setzen Rekordjagd fort

Gierige Bayern setzen Rekordjagd fort

Schnellster Herbstmeister aller Zeiten sind sie schon, die beste Hinrunde in der Bundesliga-Geschichte ist zum Greifen nahe: Sollten die Bayern auch heute Abend gegen Gladbach drei Punkte einfahren, knacken die Münchner ihren eigenen Rekord aus der Saison 2005/2006 – doch das ist noch längst nicht alles, was die gierigen Bayern an Bestmarken aufstellen können.

Jupp Heynckes, FC Bayern
Bayern-Trainer Jupp Heynckes bleibt trotz aller Rekorde auf dem Teppich.
REUTERS, MICHAELA REHLE

Bestmarke Nummer 1: Schnellster Herbstmeister aller Zeiten

Noch nie hatte es eine Mannschaft in der 50-jährigen Geschichte der Bundesliga geschafft, die Herbstmeisterschaft schon am 14. Spieltag klar zu machen. Nachdem die Konkurrenz patzte, sicherten sich die Bayern mit einem Sieg in Freiburg am 28. November den inoffiziellen Titel – für Sportvorstand Matthias Sammer allerdings noch längst kein Grund, um in Jubelstürme auszubrechen. "Wir müssen die beiden Spiele gewinnen, denn sonst bleibt ein fader Beigeschmack", sagte er mit Blick auf das Spiel im DFB-Pokal am Dienstag beim FC Augsburg.

Bestmarke Nummer 2: Wenigste Auswärts-Gegentore

Auch diese Bestmarke haben die Münchner schon vor dem letzten Hinrundenspiel gegen Gladbach sicher. Torwart Manuel Neuer musste in fremden Stadien nur einmal hinter sich greifen, als in Nürnberg ein 1:1 heraussprang. Am 12. Spieltag war es Markus Feulner, der das Kunststück fertig brachte, ein Tor gegen die logischerweise ungeschlagenen Auswärts-Bayern zu erzielen.

Bestmarke Nummer 3: Wenigste Gegentore

Erst läppische sechs Gegentore hat sich der Defensivverbund der Münchner in dieser Saison überhaupt gefangen. Bleibt das auch gegen die 'Fohlen' so, haben die Bayern die nächste Bestmarke sicher. Für Trainer Jupp Heynckes ist das allerdings nicht nur der Verdienst von Keeper Neuer und der Abwehr, sondern der ganzen Mannschaft: "Wenn man bisher nur sechs Gegentore hinnehmen muss, hat das nichts mit individueller Klasse zu tun, sondern mit der gesamten Formation."

Trotz aller Rekorde: Heynckes bleibt auf dem Teppich

Bestmarke Nummer 4: Beste Tordifferenz

Dieser Rekord ist dem Tabellenführer kaum noch zu nehmen. Mit einer Tordifferenz von plus 41 weisen die Münchner das beste Torverhältnis auf, das eine Mannschaft jemals nach dem 16. Spieltag hatte. Nur wenn Gladbach in München einen Kantersieg landet, würde die Heynckes-Elf diesen Rekord noch verspielen.

Bestmarke Nummer 5: Bester Herbstmeister aller Zeiten

Werden heute Abend drei Punkte eingefahren, knacken die Bayern ihre eigene Bestmarke aus der Saison 2005/2006. Auch damals fuhr man in der Hinrunde stolze 44 Punkte ein, hatte aber eine schlechtere Tordifferenz (35:12). Zudem hätte man mit mindestens elf Zählern einen so großen Vorsprung wie noch nie auf den Zweitplatzierten. "Es lag noch nie ein Pokal unterm Weihnachtsbaum. Wir dürfen uns nicht auf dem Punktepolster ausruhen", mahnt Sammer.

Trotz der Rekord-Rallye bleiben die Bayern also auf dem Teppich – zu frisch sind noch die Erinnerungen an die letzte Saison, als man in der Meisterschaft, dem DFB-Pokal und auch in der Champions League als Zweiter das Nachsehen hatte. "Es ist wichtig, dass wir das Spiel gewinnen und unsere Serie fortsetzen. Alles andere ist etwas, was vielleicht nach der Saison zählt, wenn wir einen Titel gewonnen haben", kommentierte Heynckes die Rekordjagd.

Ob die Bayern ihre historische Hinrunde mit einem Sieg gegen Gladbach krönen, können Sie heute ab 20.30 Uhr im sport.de-Live-Ticker verfolgen.