Bald gibt’s Bier aus der Pappflasche - Carlsberg startet Ökoprojekt

Der Brauereikonzern Carlsberg will Bier bald in solchen sogenannten "Gewebeflaschen" aus Holzfasern anbieten. Sie werden nachhaltig hergestellt und können auf den Kompost geworfen werden.
© Carlsberg

07. September 2018 - 21:53 Uhr

Der dänische Brauereikonzern Carlsberg setzt auf Nachhaltigkeit

Milch und Saft gibt's wie selbstverständlich im Tetrapak. Aber Bier? Die dänische Brauerei Carlsberg wagt den Versuch und bietet ab nächstem Jahr Bier aus Pappflaschen an. Die sollen nachhaltiger sein als Glasflaschen oder Dosen und die Umwelt schonen.

In Deutschland könnte es bald Astra oder Holsten in Pappflaschen geben

Der Bierproduzent startet den Verkauf von Bier in Pappflaschen zunächst als Pilotprojekt Anfang 2018. Dann soll getestet werden, wie die neue Verpackung bei den Verbrauchern ankommt. Wo und zu welchem Preis der Gerstensaft in der Pappflasche angeboten wird, stehe noch nicht fest, teilte der Konzern mit. Zu Carlsberg, dem viertgrößten Brauereikonzern der Welt, gehören auch die deutschen Marken Astra und Holsten. Gut möglich, dass das Pappflaschen-Bier dann auch testweise seinen Weg in deutsche Supermarktregale findet.

Eigenes Entsorgungssystem für die Pappflaschen geplant

Die "Pappe" der Flasche besteht aus Holzfasern von Bäumen, die nachhaltig gepflanzt werden. Für jeden gefällten Baum soll direkt ein neuer gepflanzt werden. Drei Jahre haben Forscher an dem Material getüftelt. Die Flasche kann auf dem Kompost entsorgt werden, wo sie samt des Kronkorkens in ihre natürlichen Bestandteile zerfällt. Zusätzlich plant der Konzern ein eigenes Entsorgungssystem für die Pappflaschen.