Belgien hat es wieder erwischt

Gewittertief DIRK bringt Unwetter - Hochwasser-Regionen bleiben verschont

25. Juli 2021 - 9:20 Uhr

Tief DIRK zieht Sonntag hinauf nach Schleswig-Holstein

Nach den ruhigen Tagen zuletzt steht uns zum Wochenende die nächste Unwetterlage bevor. Tief DIRK zog über den Westen und erreicht am Sonntag auch den Osten Deutschlands. Selbst das Risiko von lokalen Tornados ist nicht auszuschließen. RTL-Meteorologe Patrick Panke schätzt die Wetterlage für uns ein.

Oben im Video: So entwickelt sich unsere Wetterlage jetzt.

Darin liegt diesmal die Gefahr

Wie ist der Unwetter-Fahrplan?

Gewitterrisiko am Sonntag, 25.07.2021
Das Gewitterrisiko verlagert sich am Sonntag weiter Richtung Osten.

RTL-Meteorologe Patrick Panke erklärt die Wetterlage und blickt zurück: "In den Flutgebieten in Rheinland-Pfalz ist es am Samstag nicht zu neuen Überschwemmungen gekommen. Das ist natürlich ein Segen für die Menschen dort. Platzregen gab es vor allem im nördlichen NRW sowie im westlichen Niedersachsen und an einer Linie Schwarzwald bis nach Franken. Schäden gab es aber am ehesten in Belgien.

Die Gefahren am Sonntag:

Bis zum Mittag ist nicht viel los. Erst ab dem Nachmittag brauen sich lokal kräftige Gewitter zusammen, die zum Abend Schleswig-Holstein erreichen. Hauptsächlich besteht die Gefahr von Starkregen. Ganz im Süden drohen erneut Superzellen und damit zusätzlich die Gefahren von Hagel und Sturmböen.

Fazit: Die Gewitter werden sehr lokal begrenzt sein. Aber da, wo sie auftreten, sind Überflutungen möglich. Am Alpenrand sind die Gewitter weiter verbreitet.

Belgien wieder voll getroffen - Eifel verschont

In Belgien sind bei den neuen Unwettern zahlreiche Autos weggeschwemmt und Menschen in Sicherheit gebracht worden. In der Stadt Dinant blockierten die vom Wasser mitgerissenen Fahrzeuge einen Bahnübergang, wie die Nachrichtenagentur Belga unter Berufung auf das Bahnunternehmen Infrabel berichtete.

Der Bahnverkehr sei wegen des Hochwassers Mitte Juli aber bereits eingestellt gewesen. In der Stadt Namur in der gleichnamigen Provinz seien wegen des Wetters Häuser evakuiert worden. Die Stadt liegt rund 100 Kilometer westlich von Aachen. "Es ist eine Katastrophe", zitiert Belga die Feuerwehr.

Auf Bildern in einem Bericht des öffentlich-rechtlichen Rundfunks RTBF ist zu sehen, wie sich Straßenzüge in reißende Flüsse verwandelt haben und Trümmer umherliegen. Neben Namur und Dinant seien noch weitere Städte und Dörfer betroffen, berichtete Belga. Ähnlich wie in Deutschland war es auch in Belgien vor gut einer Woche zu heftigem Unwetter mit Todesopfern gekommen.

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Die wichtigsten Fakten im Wettercheck

  • Nach einer ruhigen Wetterwoche steigt durch Tief DIRK am Wochenende die Schauer- und Gewittergefahr.
  • Damit drohen punktuell kräftige Gewitter mit Unwettergefahr.
  • Starkregen, Hagel, Sturmböen treffen zuerst den Westen Deutschlands.
  • Im Vergleich zu Tief BERND werden die Unwetter von Tief DIRK keinen stundenlangen Dauerregen bringen.
  • Dennoch kann es beispielsweise Erdrutsche oder lokale Überflutungen geben.
  • Lokal sind Tornados möglich.
  • Am Sonntag wird es im Westen wieder ruhiger.


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(bal/kfb)

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