Gewitter ziehen über Westen und Norden: Rheinkirmes in Düsseldorf unterbrochen

22. Juli 2019 - 12:00 Uhr

Unwetterfront stört Freiluftfeste +++ Am Sonntag Gewitter im Erzgebirge

Am Samstag haben sich wie erwartet einige heftige Gewitter im Westen und Norden gebildet. In Düsseldorf wurde die "Größte Kirmes am Rhein" wegen Unwettergefahr für eine Stunde unterbrochen. Alle Attraktionen von der Achterbahn bis zum Freifallturm stellten den Betrieb ein, zudem wurde die Festwiese geräumt. Es gab einen heftigen Hagelschauer.

Hodenhagen von Unwetter getroffen +++ Starkregen zwischen Bremen und Hamburg

20.07.2019, Hamburg: Feuerwehrleute heben bei einem wetterbedingten Einsatz einen Gullideckel hoch, damit aufgestautes Regenwasser abfließen kann. Eine Gewitterfront ist am Samstagnachmittag über Hamburg und Schleswig-Holstein gezogen. Foto: Bodo Mar
Feuerwehrmänner in Hamburg bei der Arbeit nach dem Unwetter.
© dpa, Bodo Marks, bom

Das "Melt!"-Festival in Gräfenhainichen (Sachsen-Anhalt) unterbrach sein Programm für knapp 25.000 Besucher für rund zwei Stunden. "Es war kurzzeitig sehr windig und es hat stark geregnet", sagte ein Festivalsprecher. Die Fans wurden während des Unwetters in Shuttle-Busse geschickt. Abgebrochen wurde eine Open-Air-Veranstaltung in Lampertheim (Hessen) am Samstagabend. Wegen eines Unwetters seien rund 5.000 Besucher in Sicherheit gebracht worden, teilte der Kreis Bergstraße mit.

Mehr Glück hatten Zehntausende Besucher des Musik-Events "Parookaville" in Weeze am Niederrhein. Zwar regnete es auch hier zeitweise heftig. Doch konnten die Konzerte auf den zehn Bühnen bis zum späten Nachmittag ohne Unterbrechung stattfinden.

Am Sonntag war die größte Spannung aus der Atmosphäre gewichen. Aber es reichte noch für einige Gewitter im Osten. Bei Oberwiesenthal im Erzgebirge kam es zu einem Hagelschlag. Die Körner waren immerhin 1,5 Zentimeter groß.

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Niedersachsen voll erwischt

Los ging es am Samstagmittag. Da hatten uns Bilder von recht großem Hagel aus den Niederlanden erreicht. Die Gewitter zogen weiter Richtung Deutschland. Dort ging es im Emsland los. Später zogen die Unwetter über Bremen und Hamburg. Zudem bildete sich eine Gewitterlinie zwischen Hannover und Hamburg. Über Hodenhagen ging ein kräftiges Unwetter nieder. Dort gab es Starkregen und schwere Sturmböen, Äste fielen auf die Straße, viele Straßen des Ortes wurden überflutet.

Bis 17.00 Uhr rückte die Feuerwehr in Hamburg zu 19 wetterbedingten Einsätzen aus, wie ein Sprecher sagte. Meist mussten Bäume und Äste von Straßen geräumt werden. Im Bereich Schnelsen sei eine Straße kurzzeitig wegen Überflutung gesperrt worden. An der A1 bei Ahrensburg wirbelten Sturmböen Sand auf, der die Sicht beeinträchtigte, wie ein Sprecher des Lagezentrums der Polizei in Kiel sagte.

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