Gewitter in Bayern: Mit Schneepflügen gegen Hagelmassen

04. August 2014 - 11:38 Uhr

Berge von Hagel, gekenterte Ausflugsboote, eine gesperrte Autobahn und tote Kühe - ein Unwetter ist am ersten Augustwochenende mit Macht über Bayern hinweggezogen. In Neunkirchen im Landkreis Forchheim setzten Bauern Schneepflüge ein, weil sich die Hagelkörner bis zu einem halben Meter hoch auf den Straßen türmten. Ein Sprecher der Kreisfeuerwehr bestätigte einen Bericht des 'Bayerischen Rundfunks'.

Bei München retteten Wasserwacht und Feuerwehr elf in Not geratene Bootsfahrer aus der Isar, die aufgrund starker Regenfälle eine enorme Strömung hatte. Auf der A8 zwischen Leipheim und Günzburg verursachten Autofahrer bei Starkregen gleich drei Unfälle - zwölf Menschen wurden verletzt. Weil sie zu schnell fuhren, seien innerhalb weniger Minuten zwei Fahrzeuge verunglückt, teilte das Polizeipräsidium in Kempten mit.

Die Autobahn sei daraufhin gesperrt worden. In den Rückstau sei ein weiterer Fahrer gerast und habe sechs Wagen ineinandergeschoben. Eine Million Euro Schaden entstand in Rechtmehring, als ein Kuhstall niederbrannte. Als Ursache vermutet die Polizei Blitzschlag. Vier Menschen kamen mit Rauchvergiftung ins Krankenhaus. Mehrere der mehr als 100 Kühe kamen zu Tode, andere flohen vom Gelände.