Gewalttat von Rot am See: Verteidigung plädiert auf Mord

Eine Statue der Justitia hält eine Waage in ihrer Hand. Foto: David-Wolfgang Ebener/dpa/Symbolbild
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10. Juli 2020 - 11:12 Uhr

Nicht nur Staatsanwalt und Nebenkläger, auch die Verteidiger halten den Schützen der Gewalttat von Rot am See (Kreis Schwäbisch Hall) des Mordes für schuldig. Der 27-Jährige habe sich der heimtückischen Tötung schuldig gemacht, sagte Rechtsanwalt Andreas Kugel am Freitag bei seinem Plädoyer im Landgericht in Ellwangen im Ostalbkreis. Allerdings müsste der Strafrahmen wegen verminderter Schuldfähigkeit verkürzt werden. Der Verteidiger beantragte eine Freiheitsstrafe von 13 Jahren und die Unterbringung in einem psychiatrischen Krankenhaus.

Der Angeklagte erschoss Ende Januar bei einem Familientreffen in der Gemeinde bei Schwäbisch Hall sechs Verwandte mit einer Pistole - seine Eltern, zwei Halbgeschwister sowie Onkel und Tante. Zwei Verwandte konnten sich schwer verletzt retten. Er hatte Misshandlungen seiner Mutter als Motiv angegeben und erklärt, sie habe ihn vergiftet. Ein Gutachter hatte Wahnvorstellungen und eine krankhafte seelische Störung bei dem Deutschen diagnostiziert.

Quelle: DPA