Gewaltsamer Tod von litauischer Studentin: Mord oder Raub mit Todesfolge?

Mord an Studentin
Polizisten durchsuchen im Oktober 2013 den Tatort.
dpa, Rene Priebe

41-Jähriger hat Tat gestanden

Das Mannheimer Landgericht wird heute das Urteil über den gewaltsamen Tod einer Austauschstudentin aus Litauen sprechen. Ein 41-Jähriger hatte gestanden, die junge Frau überfallen und mit ihrem eigenen Schal erwürgt zu haben. Außerdem hatte er Gabriele Z. vergewaltigt. Die 20-Jährige war gerade erst zum Studium in die Stadt gekommen.

Bei dem Mann seien Gegenstände aus dem Besitz der getöteten Studentin gefunden worden. Zudem stimmten DNA-Spuren am Tatort mit der DNA des Mannes überein, hatte Oberstaatsanwalt Oskar Gattner nach der Festnahme des Mannes gesagt.

Die Frage ist, ob das Gericht auf Mord entscheidet. Die Verteidigung hatte gefordert, die Tat vom Oktober 2013 als Raub mit Todesfolge zu werten.

Zusätzlich wirft die Staatsanwaltschaft dem Mann auch einen Mordversuch an einer anderen Frau und einen Raubüberfall vor. In Grünstadt (Rheinland-Pfalz) soll er versucht haben, zwei Teenager in eine dunkle Ecke zu ziehen. Die Mädchen (13 und 17 Jahre) wehrten sich allerdings heftig und stachen mit einer Schere auf den Täter ein, sodass dieser flüchtete. In Speyer soll er eine 48-Jährige angegriffen, geschlagen und ausgeraubt haben.