Gewalt gehört hier zum Alltag: Berliner Grundschule setzt Wachschutz ein

Gewalt nicht mehr unter Kontrolle zu halten

Das ist einfach zu krass: An einer Berliner Grundschule hat die Gewalt derart um sich gegriffen, dass es dort inzwischen einen Sicherheitsdienst gibt. Es ist die erste Grundschule in Deutschland, die das für nötig hält.

1.700 Euro pro Woche für Sicherheitsdienst

Mehr als 30 Mal musste die Schulleiterin im vergangenen Jahr gewalttätige Vorfälle an die Schulaufsicht melden. Eltern gingen auf fremde Kinder los, die Kinder prügelten sich untereinander oder bedrängten Lehrer - und so weiß sich die Schulleiterin jetzt nicht mehr anders zu helfen, als Wachschutz zu engagieren. Und dafür zahlt die Schule 1.719 Euro jede Woche - geplant ist der Wachschutz erstmal für drei Monate. Die Schulleiterin begründet: "So wollen wir verhindern, dass schulfremde Personen auf das Gelände kommen und den Betrieb stören."

Die Schulleitung will - so paradox es auch klingt - mit dem Wachschutz den Ruf der Schule verbessern und den Kindern einen Raum geben, wo sie eben in Frieden lernen können. Dass das in einer Grundschule nur noch mit Wachschutz zu gehen scheint, ist irgendwie schon traurig.

Im Video sehen Sie die Gewalt-Schule und wie Antigewalt-Trainer Carsten Stahl Mobbing bekämpft.