Gewalt gegen Polizistinnen nimmt immer mehr zu

12. März 2018 - 22:08 Uhr

Respektlosigkeit und Gewalt sind für Polizistinnen Alltag

Polizistinnen wollen für Recht und Ordnung sorgen - und werden dabei selbst zum Ziel von Angriffen. Nach Zahlen, die jetzt die Bundesfrauenkonferenz der Gewerkschaft der Polizei (GdP) vorgestellt hat, gibt es immer mehr solcher Vorfälle - im Schnitt 20 Mal täglich greifen Täter weibliche Polizeibeamte verbal und sogar körperlich an.

GdP fordert härtere Gesetze und mehr Personal

Polizisten gehen am 30.07.2015 in Berlin am Olivaer Platz. Dort war es am 29.07.2015 gegen 21 Uhr zu einem Schußwechsel gekommen. Aus einem dunklen Fahrzeug heraus wurde auf zwei Männer geschossen. Einer der Männer schoss daraufhin zurück. Dabei wurd
Polizistinnen im Einsatz.
© dpa, Paul Zinken

8.200 Fälle waren es laut Kriminalitätsstatistik im Jahr 2016. Zwei Jahre zuvor hatte der Wert noch bei 6.800 gelegen. Dass Polizistinnen immer häufiger Opfer von Angriff werden, habe auch damit zu tun, dass männliche Flüchtlinge Frauen in Uniform nicht akzeptieren (lesen Sie hier, was eine Polizistin darüber berichtet).

Besonders häufig sind die Vorfälle laut der Statistik in Berlin, Hamburg, Bremen, Thüringen, Nordrhein-Westfalen und dem Saarland.

Aus Nordrhein-Westfalen waren kürzlich Pläne bekannt geworden, die dortige Polizei zu "robusterem Vorgehen" anzuweisen, da die Gewalt gegen Beamte so stark zugenommen habe.

Die Gewerkschaft der Polizei forderte jetzt auf ihrem Frauenkongress härtere Gesetze und mehr Personal.