GEW Hamburg für Absage der Abiturprüfung

Anja Bensinger-Stolze, Vorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) Hamburg. Foto: picture alliance / dpa / Archivbild
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25. März 2020 - 11:40 Uhr

Nach der angekündigten Absage der Abiturprüfungen in Schleswig-Holstein rät die Lehrergewerkschaft GEW Hamburg in der Hansestadt zu einem ähnlichen Schritt. Der von Schleswig-Holsteins Bildungsministerin Karin Prien (CDU) gemachte Vorschlag eines Abiturs auf Grundlage der bisherigen Leistungen sei auch für Hamburg eine gute Lösung. "Ebenso sollte in diesem Zusammenhang über die Prüfungen zum Ersten und Mittleren Schulabschluss entschieden werden", betonte Hamburgs GEW-Vorsitzende Anja Bensinger-Stolze am Mittwoch.

Wichtig sei, dass die Kultusministerkonferenz in ihrer Schaltkonferenz am Mittwoch zu möglichst einheitlichen Regelungen komme. "Es ist jetzt an der Zeit den Schülerinnen und Schülern, den Lehrkräften und Schulleitungen zu zeigen, dass im Interesse der Gesundheit aller entschieden wird", sagte Bensinger-Stolze.

Der GEW sei bereits aus Schulleitungskreisen signalisiert worden, dass eine Lösung ähnlich wie die in Schleswig-Holstein oder wie die von der Schülerinitiative "Abi 2020 - umdenken" vorgeschlagen wird, nicht nur machbar, sondern auch unter diesen besonderen Umständen angeraten sei. Um eine Benachteiligung einzelner Schüler zu vermeiden, seien Nachprüfungen oder die Heranziehung weiterer Leistungen denkbar.

Die beim Internetportal "change.org" veröffentlichte Petition von zwei Hamburger Schülern haben bis Mittwochvormittag fast 100.000 Unterstützer unterzeichnet.

Quelle: DPA