Bayern übernimmt Vorsitz bei der Gesundheitsministerkonferenz

Gesundheitsminister Jens Spahn: "Pandemie-Bewältigung geht nur, wenn alle mitmachen"

30. September 2020 - 18:44 Uhr

Jens Spahn appelliert an die Bürger, sich an Corona-Regeln zu halten

Die Bundesregierung hält an ihrem bisherigen Corona-Kurs und dem "Null-Toleranz-Prinzip" weiter fest. Dabei ist der Kurs durchaus umstritten, wie eine aktuelle forsa-Umfrage zeigt. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn wirbt deshalb mit emotionalen Worten für die Politik der Beschränkungen und Kontrollen.

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Wirksame AHA-Regeln: "Abstand, Hygiene und Alltagsmaske"

"Pandemie-Bewältigung, das machen nicht nur Gesundheitsminister und Regierungen. Pandemie-Bewältigung geht nur, wenn alle mitmachen", sagte Jens Spahn nach der Gesundheitsministerkonferenz am Mittwoch. Weiterhin sei dies die "schärfste Waffe" gegen das Coronavirus. "Das sind auch die banalen, aber sehr wirksamen AHA-Regeln: Abstand, Hygiene und Alltagsmaske in geschlossenen Räumen", so der Gesundheitsminister. Um für den Herbst und Winter gewappnet zu sein, werde die Regeln noch nur ein "C" für Corona-Warn-App und "L" wie Lüften ergänzt.

Die Pandemie könne nur bekämpft werden, wenn alle Bürger "wachsam und achtsam" bleiben, sagte Spahn, "das lässt sich nicht mit staatlichem Zwang erreichen, sondern am Ende nur mit einer Bereitschaft der Bürger aufeinander aufzupassen."

Bayern setzt den Gesundheits-Fokus auf Kinder

Künftig übernimmt Bayern den Vorsitz bei der Gesundheitsministerkonferenz (GMK) und setzt denk Fokus auf die Gesundheit der Kinder. "Die Einschränkungen im Kampf gegen das Coronavirus haben dem Thema Kindeswohl zusätzliche Bedeutung verliehen. Auch deshalb wird die Gesundheit unserer Kinder im kommenden Jahr das Schwerpunktthema der GMK, bei der Bayern 2021 den Vorsitz übernimmt", sagte die bayerische Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) am Mittwoch bei der Vorstellung ihrer Schwerpunkte in Berlin.

Es sei ihr ein persönliches Anliegen, gemeinsam mit den anderen Bundesländern Maßnahmen anzuschieben, die sowohl das körperliche als auch das seelische Wohl der Kinder fördern und verbessern. "Wichtig dabei ist auch, eine flächendeckende stationäre und ambulante Versorgung für Kinder zu ermöglichen."

Ebenso müssten für das wichtige Thema Prävention gemeinsam neue Schlüsse aus der Corona-Pandemie gezogen werden. "Es geht darum, Konzepte zu entwickeln, wie wir unser Gesundheitssystem noch besser auf die Bedürfnisse von Kindern und Jugendlichen zuschneiden können", sagte Huml. Ziel sei es, "mehr als Analysen und Willensbekundungen anzustellen. Wir müssen das Thema greifbar machen für die Menschen vor Ort, für die Kinder und ihre Eltern." Das gelinge nur mit konkreten Projekten.

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