Geforderte Schutzwirkung wird nicht erreicht

Gesundheitsbehörde warnt vor mangelhaften Schutzmasken

Vor bestimmten FFP"-Schutzmasken  der Marke "LexusLance Modell LK-003" wird gewarnt
© www.hamburg.de

27. Mai 2020 - 7:22 Uhr

Infektionsschutz vor kleinsten Tröpfchen nicht gegeben

Hamburgs Gesundheitsbehörde hat vor der Nutzung bestimmter FFP2-Schutzmasken der Marke "LexusLance Modell LK-003" des Importeurs Brandsstock GmbH gewarnt. Sicherheitstechnische Untersuchungen hätten ergeben, dass bei ihnen die geforderte Schutzwirkung vor schädlichen Aerosol-Infektionen nicht erreicht werde, teilte die Behörde mit.

+++ Alle aktuellen Infos zum Coronavirus finden Sie im RTL.de-Liveticker +++

Unzureichendes Filtermaterial wahrscheinlich Ursache

Konkret handle es sich um die Charge LK-003-A004 mit dem Produktionsdatum 16. März 2020. Der Hersteller Brandsstock GmbH habe seine Kunden bereits gewarnt und gebeten, die Masken vorerst nicht zu verwenden, so Geschäftsführer Peng Lu zur Deutschen Presse-Agentur. Über das weitere Vorgehen könne letztlich aber erst entschieden werden, wenn eine weitere bereits beauftragte Untersuchung abgeschlossen sei.

Die Gesundheitsbehörde geht nach eigenen Angaben davon aus, dass unzureichendes Filtermaterial Ursache für die mangelhafte Schutzwirkung ist. Sie rät vom Tragen dieser Masken insbesondere bei der Arbeit mit infizierten Menschen dringend ab. "Verwenderinnen und Verwender dieser Masken können sich im Vertrauen auf die Schutzwirkung dadurch unter anderem mit dem SARS-CoV2-Erreger infizieren und an Covid-19 erkranken." Die Masken sollten daher allenfalls als einfache Mund-Nasen-Bedeckung verwendet werden.

Aerosole - was ist das?

Aerosole sind kleinste Mikrotröpfchen, die jeder Mensch über den Atem absondert. In geschlossenen Räumen können sie Minuten oder sogar Stunden in der Luft verbleiben. Ebenso wie größere Tröpfchen, die beim Husten, Niesen oder Sprechen entstehen, können sie Coronaviren enthalten. "Das Coronavirus wird ganz maßgeblich über die Luft übertragen", erklärt Andreas Podbielski, Direktor des Instituts für Medizinische Mikrobiologie, Virologie und Hygiene an der Universitätsmedizin Rostock.

Quelle: DPA/RTL.de

Aktuelle Videos: Alles, was Sie zum Coronavirus wissen sollten