2018 M08 9 - 18:13 Uhr

Nur 20 Prozent aller kontrollierten Nagelstudios unbedenklich

Um die Hygiene in Frankfurter Nagelstudios ist es schlecht bestellt. Dies offenbart der Infektions- und Hygieneberichts 2016/2017 des Gesundheitsamtes.

Pilzinfektionen und Hepatitis können die Folge sein

Mitarbeiter des Gesundheitsamts hatten im vergangenen Jahr 112 Kosmetik- und Nagelstudios in der Stadt überprüft und dabei viele Mängel festgestellt. Bei 30 Prozent waren diese so schwerwiegend, dass die Betriebe geschlossen werden mussten, bei 50 Prozent wurden Nachkontrollen vereinbart. "Wir sehen da ein Riesenproblem", sagte Prof. Ursel Heudorf vom Frankfurter Gesundheitsamt.

"Insbesondere in den Nagelstudios wurden gravierende Hygienemängel vorgefunden", heißt es in dem Bericht: Einmalprodukte wurden wiederverwendet, Arbeitsflächen nicht gereinigt oder Instrumente nicht richtig desinfiziert. So könnten Pilzinfektionen an den Nägeln übertragen werden oder - über kleine Wunden - Blutkrankheiten wie Hepatitis, erklärte Heudorf.

Nagelpfleger ist kein Ausbildungsberuf

Ursache ist aus Sicht der Behörde, dass Nagelpfleger/in kein Ausbildungsberuf ist und die Mitarbeiter oft nur unzureichend Deutsch sprechen. In knapp der Hälfte der Einrichtungen konnten die Mitarbeiter nicht einmal die vorgeschriebene "Sachkunde" nachweisen. Das Amt rät Kunden "hinzuschauen und nachzufragen".

Quelle: DPA