23. Mai 2019 - 17:21 Uhr

Weil ihre Besitzerin verstarb, durfte Hundedame Emma ebenfalls nicht leben

Haustiere und ihre Besitzer teilen oft eine besondere Bindung - aber für eine Frau aus dem US-Bundesstaat Virginia sollte diese Bindung nach dem Tod bestehen bleiben. Ihr letzter Wille hinterließ sehr spezifische Anweisungen für ihren Hund: Emma sollte in ihren Sarg gelegt werden, um mit ihr begraben zu werden. Aber ist das überhaupt moralisch und rechtlich vertretbar?

Testamentsvollstrecker ließ Emma einschläfern

Mit ihrem letzten Wunsch sorgte die ehemalige Hundehalterin für Aufsehen. Nach dem Tod ihres Frauchens kam der Shih Tzu-Mischling vorerst zu einem lokalen Tierheim in Chesterfield County. Obwohl Emma ihr Frauchen verloren hatte, war sie topfit und kerngesund und hätte an eine andere Familie vermittelt werden können. Doch ihr letztes Stündlein hatte bereits geschlagen. Denn im Testament der verstorbenen Besitzerin stand ganz klar, dass Emma nach ihrem Tod eingeschläfert und mit ihr begraben werden soll.

Trotz aller Bemühungen, Emmas Leben zu retten, landete sie letztlich bei einem Tierarzt, der den letzten Willen der Besitzerin durchführte und dem kleinen Hund das Leben nahm. Emmas sterbliche Überreste wurden dann in ein Haustier-Verbrennungszentrum in Richmond gebracht, wo ihre Asche in eine Urne gelegt wurde, um mit der toten Frau begraben werden zu können.

Es ist nicht legal – aber es gibt Ausnahmen

Während in Virginia die ethische Lage für Sterbehilfe von Haustieren, die mit Besitzern beerdigt werden sollen ungeklärt ist, ist das Gesetz klarer, erklärt Larry Spiaggi, Präsident der Vereinigung der Bestatter in Virginia: "Es ist nicht legal, eingeäscherte Überreste eines Hundes - oder irgendein Tier - in einen Sarg zu legen und sie zu begraben".

Obwohl der "Virginia-Code" das Begraben von Haustieren mit Menschen auf kommerziellen Friedhöfen verbietet, gibt es Ausnahmen für private und in Familienbesitz befindliche Friedhöfe.

Sehen Sie im Video: Dieser Hund konnte gerettet werden!