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Gesunde Ernährung auch für Astronauten: Salatanbau im All

Gesunde Ernährung auch für Astronauten: Salatanbau im All

Wissenschaftler können sogar den Geschmack der Pflanzen beeinflussen

Mal eben in den Garten gehen und sich einen Salatkopf und ein paar Tomaten für das Abendessen pflücken, für viele Hobbygärtner im Sommer Routine. Mit einem Körbchen durch ein Gewächshaus spazieren, dabei Gemüse und Obst ernten - das könnte bald auch im All möglich sein. Denn nicht nur wir Erdbewohner, sondern auch Astronauten brauchen Vitamine. Frisches Obst und Gemüse ist in luftiger Höhe allerdings nicht so leicht zugänglich wie auf der Erde. Es würde vergammeln. Deswegen gibt es dort bislang nur Tiefgekühltes.

Salat im All
Könnte bal schon Realität sein: Gemüse aus dem All

Aus diesem Grund entwickeln Wissenschaftler des Deutschen Luft-und Raumfahrtzentrums in Bremen an einer Art Gewächshaus für den Weltraum. Die dort angepflanzten Salate wachsen ohne Sonnenlicht und ohne Erde, dafür aber mit LED-Licht. Sie leben von Wasser und Nährstoffen, die sie von unten an ihre Wurzeln gesprüht bekommen.

Mit Hilfe des LED-Lichtes können die Wissenschaftler den Geschmack der Pflanzen beeinflussen. Je nach Dosierung werden die Lebensmittel dadurch süßer oder auch vitaminreicher.

Eine Pflanze, die echtes Weltraumpotenzial mitbringt, ist die Tomate Mikro-Tina: "Das Schöne an dieser Tomate ist, dass ihre Höhe und auch ihr Radius nur 25 cm beträgt. Damit ist sie perfekt für kleine Anzuchtkammern geeignet", erklärt Daniel Schubert, Wissenschaftler im DLR.

In zwei Jahren, also 2016, soll es dann endlich soweit sein: Der erste Weltraumsalat soll geerntet werden.