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Top geschnittene Haare trotz Corona-Lockdown

Friseur-Verband schießt gegen Fußballer mit gestylter Frisur

Nicolas Gonzalez vom VfB Stuttgart hat perfekt gestylte Haare.
Nicolas Gonzalez vom VfB Stuttgart hat perfekt gestylte Haare.
© dpa

20. Januar 2021 - 9:39 Uhr

Zerzauste Haare? Nicht bei Fußball-Profis!

Wegen des Corona-Lockdowns haben auch Friseursalons geschlossen. Klar, dass da der ein oder andere mit zerzausten Haaren zu kämpfen hat. Nicht so die deutschen Fußball-Profis. Sie scheinen wöchentlich mit super gestylten Frisuren über den Rasen zu laufen. Das ist auch dem "Zentralverband Friseurhandwerk" aufgefallen. Wie "Bild" zuerst berichtete, hat der sich mit einem offenen Brief bei Facebook an den Deutschen Fußballbund (DFB) gewandt.

Hohes Bußgeld für das Erbringen von Friseurdienstleistungen in der zweiten Corona-Welle

Der Brief richtet sich an den amtierenden DFB-Präsidenten Fritz Keller (63). Darin weist der Friseur-Verband darauf hin, dass "das Erbringen von Friseurdienstleistungen" unter Androhung hoher Bußgelder seit vier Wochen in Deutschland verboten ist. In dem Zuge drücken die Verfasser ihren Missmut aus: "Mit großer Verwunderung mussten wir daher an den vergangenen Spieltagen feststellen, dass ein Großteil der Fußballprofis sich mit frischgeschnittenen Haaren auf dem Platz präsentierte: Einrasierte Scheitel, auf wenige Millimeter getrimmtes Nacken- und Schläfenhaar, saubere Konturen. Frisuren, die nur professionelle Friseurinnen und Friseure mit Profi-Equipment schneiden können." Ups...

"Unmut über top gestylte Fußballer wächst"

Frischfrisierte Fußball-Stars würden die gesamte Branche demnach unter Druck setzen. "Viele Friseurbetriebe sind in ihrer Existenz bedroht, Beschäftigte und Betriebsinhaberinnen und Betriebsinhaber müssen derzeit mit Kurzarbeitergeld oder ganz ohne Einkommen zurechtkommen", heißt es in dem Schreiben. Der Unmut gegenüber top gestylter Fußballer wachse, denn infolge dessen bekämen viele Friseure Anrufe von Kunden, die sie zu Schwarzarbeit und Regelverstößen wie Hausbesuchen überreden wollten.

Abschließend heißt es in dem Brief des "Zentralverband des deutschen Friseurhandwerks": "Fußballer sind Vorbilder, nicht nur für junge Leute. Wir appellieren daher an Sie und den DFB: Zeigen Sie in Zeiten wie diesen Solidarität und setzen Sie mit uns ein Zeichen gegen Schwarzarbeit. Lassen Sie uns den Weg der Pandemiebekämpfung gemeinsam gehen."

Beitrag wird bei Facebook diskutiert

Der Beitrag bekam bei Facebook bisher 1.517 "gefällt mir"-Angaben, wurde 1.967 Mal geteilt und 339 Mal kommentiert (Stand: 12. Januar 2021, 19.30 Uhr). Viele Menschen stimmen dem Friseur-Verband dabei zu. In einem Kommentar heißt es beispielsweise: "Der Zentralverband müsste viel mehr Druck auf die Politik machen. Es ist eine absolute Frechheit, dass alle Fußballer und Politiker frisch gestylt rumlaufen." Ein anderer User meint: "Super geschrieben. Aber ich wäre so weit gegangen, dass ich gleiches Recht für alle angefordert hätte." Doch es gibt auch Facebook-Nutzer, die das Posting des Friseur-Verbands kritisieren. Einige fordern, dass sich der Verband selbst mehr für die schnelle Öffnung der Friseur-Salons einsetzen sollten.

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