Geständnis sieben Jahre nach Madrid-Anschlägen

12. Februar 2016 - 23:04 Uhr

Gut sieben Jahre nach den verheerenden Anschlägen auf vier Madrider Pendlerzüge hat erstmals einer der Haupttäter ein offizielles Geständnis abgelegt. Der frühere Bergarbeiter José Emilio Suárez Trashorras räumte in einem Schreiben seines Anwalts ein, den islamistischen Bombenlegern den Sprengstoff für die Attentate am 11. März 2004 beschafft zu haben. Bei den Anschlägen waren 191 Menschen getötet und mehr als 1800 verletzt worden. Trashorras wurde zu mehr als 34.000 Jahren Haft verurteilt.

Wie die Zeitung 'El País' berichtete, ist das Geständnis in einem Schreiben enthalten, mit dem der Anwalt des Spaniers beim Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte Einspruch gegen das Urteil eingelegt hat. Der Jurist begründet die Anfechtung damit, dass Trashorras nicht gewusst habe, dass der Sprengstoff für Terroranschläge benutzt werden sollte.