Fronten bleiben verhärtet

Gespräche von Ufo und Lufthansa: Auch der dritte Schlichtungsversuch ist gescheitert

Oppositionelle Liste bei Vorstandswahlen der Gewerkschaft Ufo
© dpa, Matthias Balk, mbk axs wst gfh

16. Januar 2020 - 17:10 Uhr

"Es gibt kein Ergebnis"

Im tariflichen Dauerkonflikt der Lufthansa mit der Flugbegleitergewerkschaft UFO bleiben die Fronten verhärtet. Der dritte Versuch, eine Schlichtung zu vereinbaren, sei gescheitert, erklärte die Gewerkschaft nach einem Gespräch mit der Lufthansa und den designierten Schlichtern. "Es gibt kein Ergebnis", hieß es weiter.

Drohen weitere Streiks?

Die Gewerkschaft wolle sich nun mit ihren Rechtsexperten abstimmen, wie sie weiter vorgehen wolle. Man werde sich in den kommenden Tagen zu den Gründen des Scheiterns und zur weiteren Vorgehensweise äußern, kündigte Ufo an. Eine Sprecherin der Lufthansa bestätigte, dass die Gespräche ergebnislos verlaufen seien. Die Lufthansa wolle die Situation nun intern bewerten.

Lufthansa und UFO sind tief zerstritten, wobei es stärker um die grundsätzliche Zusammenarbeit der Tarifparteien und weniger um konkrete Forderungen für die rund 22.000 Flugbegleiter geht. UFO hatte im vergangenen Jahr drei Mal zu Streiks aufgerufen. Die Lufthansa und deutsche Tochter-Airlines mussten rund 2.000 Flüge streichen.

Dauerkonflikt zwischen Ufo und Lufthansa

Neben tariflichen Themen zu Arbeitsbedingungen, Renten und Entgelten haben die langen Auseinandersetzungen zwischen den streitenden Parteien einige Konflikte hinterlassen, die möglicherweise in einer Mediation hätten gelöst werden können. Es geht unter anderem um persönliche Klagen der Lufthansa und damit verbundene Haftungsfragen gegen frühere und aktuelle Vorstände der Gewerkschaft. Auch war der frühere Ufo-Chef Nicoley Baublies aus Lufthansa-Diensten entlassen worden.