Gespräche über neue Familientreffen in Korea

12. Februar 2016 - 9:14 Uhr

Süd- und Nordkorea wollen Gespräche über neue Begegnungen zwischen Angehörigen von Familien aufnehmen, die durch den Korea-Krieg (1950-53) auseinandergerissen worden waren. Nordkorea habe einen Gegenvorschlag akzeptiert, dass die Gespräche auf südkoreanischer Seite des Grenzorts Panmunjom stattfinden, teilte eine Sprecherin des Vereinigungsministeriums in Seoul mit. Pjöngjang hatte zuvor als Treffpunkt ein Erholungsgebiet am Kumgang-Gebirge an der Ostküste Nordkoreas vorgeschlagen, wo es in der Vergangenheit bereits zahlreiche solcher Familientreffen gegeben hat.

Das kommunistische Regime in Pjöngjang hatte sich bereiterklärt, zum nationalen Erntedankfest am 19. September wieder Kontakte zwischen getrennten Familien zuzulassen. Die bisher letzte Runde solcher kurzfristigen Wiedersehen hatte es 2010 gegeben. Die grundsätzliche Einigung auf die Wiederaufnahme gemeinsamer humanitärer Projekte ist ein weiteres Anzeichen einer vorsichtigen Annäherung zwischen beiden Ländern. Der Streit um das nordkoreanische Atomprogramm hatte sich infolge des dritten Nuklearwaffentests des Landes im Februar zugespitzt. Zuletzt hatten beide Seiten aber wieder Signale der Entspannung ausgesendet.