Gesetz angenommen: "Kurzer Prozess" soll Berlusconi schonen

12. Februar 2016 - 23:00 Uhr

Ein Gesetz, das den italienischen Ministerpräsidenten Silvio Berlusconi vor einem Teil seiner aktuell vier Prozesse bewahren dürfte, hat die wichtigste Parlamentshürde genommen. Die Mitte-Rechts-Regierungskoalition des Medienmoguls und Milliardärs brachte die verkürzten Verjährungsfristen am Mittwochabend im Abgeordnetenhaus in Rom durch.

314 Abgeordnete votierten dafür, 296 dagegen. Jetzt muss noch der Senat dem "Processo breve" (Kurzen Prozess) zustimmen. Dann würden vermutlich zwei Verfahren, in die Berlusconi verwickelt ist, praktisch vom Tisch sein, nicht jedoch der Prozess um die junge Marokkanerin 'Ruby' und die angeblichen Sex-Partys bei ihm.