Riesiger Frust bei Passagieren

Jetzt also doch noch dieses Jahr: Germanwings-Streik über Silvester

Die Lufthansa-Tochter Germanwings will vom 30. Dezember bis zum 1. Januar streiken.
© dpa, Rolf Vennenbernd

28. Dezember 2019 - 10:55 Uhr

Flugbegleiter streiken zum Jahreswechsel

Zum Jahresende kommt es noch richtig dicke für tausende Passagiere: Die Flugbegleiter-Gewerkschaft Ufo hat Streiks bei der Lufthansa-Tochter Germanwings vom 30. Dezember, 00.00 Uhr bis zum 1. Januar, 24:00 Uhr, angekündigt. Das haben die Arbeitnehmervertreter am Freitag bekannt gegeben. Die wichtigsten Rechte von Passagieren bei Streiks haben wir hier für Sie zusammengefasst.

Die Gewerkschaft Ufo hält die Schlichtung bei Lufthansa für gescheitert

ARCHIV - 07.11.2019, Bayern, München: Flugbegleiter der Unabhängigen Flugbegleiter Organisation UFO haben sich zu einer Streik-Kundgebung vor dem Terminal am Flughafen versammelt. Die Lufthansa sagte wegen eines 48-Stunden-Streiks der Flugbegleiter r
Schon im November 2019 hatten Flugbegleiter der Lufthansa gestreikt.
© dpa, Matthias Balk, mbk axs wst

Damit durchkreuzt die Gewerkschaft mit Sicherheit einige Reisepläne über Silvester. Der große Super-GAU bleibt allerdings aus - die Lufthansa selbst und Eurowings seien von den Streiks nicht betroffen, teilte die Gewerkschaft mit. Aufhalten könne man diese nur, wenn man die Tarifforderungen erfülle, sagte ein Sprecher der Gewerkschaft in einer Videobotschaft. Weitere Streiks sollen erst nach dem 2. Januar wieder verkündet werden.

Die Tochter Germanwings ist noch mit etwa 30 Flugzeugen für die Marke Eurowings unterwegs, soll aber perspektivisch auf den Eurowings-Flugbetrieb verschmolzen werden. Das Management gebe den Mitarbeitern keine klare Perspektive für die Zukunft ihres Flugbetriebs, erklärte Flohr. Diese Perspektivlosigkeit zeige sich auch in den Tarifthemen am Verhandlungstisch.

Der letzte Streik bei Lufthansa ist noch gar nicht lange her

Zuvor hatten die tief zerstrittenen Parteien versucht, mit Hilfe der prominenten Schlichter Matthias Platzeck und Frank-Jürgen Weise zumindest einen Fahrplan für die anstehenden Schlichtungsgespräche zu vereinbaren. Die Ufo sieht diesen Versuch als gescheitert an. Deshalb jetzt der nächste Streik.

Erst Anfang November 2019 hatten die Flugbegleiter bei Lufthansa gestreikt. Damals waren fast 200.000 Passagiere betroffen. Der Streik hatte die Nerven der Reisenden strapaziert und Lufthansa viele Millionen Euro gekostet.