Germanwings-Piloten wollen schon wieder streiken

Germanwings-Maschinen am Boen - dieses Bild soll nach dem Willen der Gewerkschaft 'Cockpit' Ende der Woche vorherrschen.
Germanwings-Maschinen am Boen - dieses Bild soll nach dem Willen der Gewerkschaft 'Cockpit' Ende der Woche vorherrschen.
© dpa, A3250 Oliver Berg

12. Februar 2015 - 7:39 Uhr

Germanwings kündigt Sonderflugplan an

Flugreisende brauchen im Moment vor allem eins: Geduld. Die Piloten von Germanwings wollen am Donnerstag und Freitag streiken. Die Vereinigung Cockpit (VC) rief ihre Mitglieder zum zweitägigen Ausstand auf. Alle Abflüge der Airline von deutschen Flughäfen sollen bestreikt werden, so ein Sprecher. Germanwings kündigte für diese Zeit einen Sonderflugplan an. Die Informationen sollen auf der Internetseite www.germanwings.com veröffentlicht werden.

Wie viele Flüge der Lufthansa-Billigtochter betroffen sein könnten, stand zunächst nicht fest. Gewerkschaft und Lufthansa tragen seit Monaten einen Tarifkonflikt aus. Von der Pilotengewerkschaft seien mehrfach Vorschläge für eine Gesamtschlichtung gemacht worden, sagte ein VC-Vize-Sprecher. "Aber die Lufthansa hat alle Vorschläge ausgeschlagen. Irgendwann ist der Bogen überspannt."

Lufthansa will Übergangsversorgung abschaffen

Gestritten wird unter anderem über die Übergangsversorgung. Die Lufthansa beharre unter anderem auf einer deutlichen Verschlechterung bis hin zur Abschaffung der Übergangsversorgung für die jungen Piloten, so die VC. Das sei nicht akzeptabel.

Nach Ansicht der Lufthansa würde die zukünftig angebotene Übergangsversorgung auch nach der Neuregelung eine der besten in der Branche weltweit bleiben. Sie hätten der Gewerkschaft erst in dieser Woche eine Schlichtung angeboten. Die Streikankündigung zeige, dass es der Pilotengewerkschaft nicht um eine Lösung gehe.

Erst am Montag waren die Flughäfen in Hamburg und Stuttgart durch Warnstreiks von Sicherheitspersonal nahezu lahmgelegt worden. Zehntausende Passagiere mussten umbuchen oder nahmen stundenlange Wartezeiten vor Abflug in Kauf. Auch in Hannover hatten Beschäftigte die Arbeit niedergelegt.