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Germanwings-Absturz: Begleiter der Betrügerin enthüllt rätselhafte Details

Germanwings-Absturz: Begleiter der Betrügerin enthüllt rätselhafte Details

Ein Fremder als Seelsorger

Es war eine der erschütterndsten Schlagzeilen der vergangenen Tage: Unter die Trauernden an der Unglücksstelle der Germanwings-Maschine soll sich eine Betrügerin gemischt haben. Sandra C. behauptete offenbar, dass ihre Schwester unter den Absturzopfern gewesen sei. Mit dieser Lüge soll sie Flüge nach Südfrankreich für sich und ihre zwei Kinder erschwindelt haben. Doch damit nicht genug: Jetzt meldet sich Fabio Richter, ein junger Mann, der die Betrügerin bei ihrer Schwindel-Reise begleitet hat. Dieser enthüllt unglaubliche Details:

Fabio Richter begleitete die Germanwings-Betrügerin.
Fabio Richter begleitete die Germanwings-Betrügerin nach Frankreich. Nach der Reise enthüllt er nun unglaubliche Details.

Fabio lernte die vermeintlich trauernde Angehörige in einer Facebook-Gruppe kennen. Da er auch beruflich im sozialen Bereich tätig ist, bot er sich als Begleiter an, um die Frau bei der Trauer um ihre Schwester beizustehen. Wieso Sandra C. einen Wildfremden aus einer Facebook-Gruppe und nicht ihren Ehemann mit nach Südfrankreich nahm, ist auch für Fabio unerklärlich.

Ein kleines Detail wirft großes Rätsel auf

Direkt zu Beginn der Reise wird der junge Mann misstrauisch: "Als ich mich das erste Mal mit den Kindern unterhalten habe und nach einem Foto der Schwester gefragt habe, hieß es nur: 'Was für ein Foto? Ich sehe aus wie meine Schwester - eineiige Zwillinge.'"

Doch nicht nur die offensichtlichen Lügen, auch ein winziges Detail an Sandra C. selbst verdutzt den freiwilligen Begleiter: Im Nacken trägt die Betrügerin ein Tattoo. Zunächst nichts Ungewöhnliches. Doch bei dem Motiv handelt es sich um die bekannte 'Germanwings-Schleife'. Diese rankt sich um das Datum, die Flugnummer und die Uhrzeit des Unglücks. Darüber, so erinnert sich Fabio, soll sogar noch ein Name tätowiert sein.

Die Lufthansa wollte den Angehörigen in dieser Situation unbürokratisch helfen. Weil Sandra C. dieses Angebot skrupellos ausnutzte, ermittelt nun die Polizei. Die kommenden Verhöre klären hoffentlich die offenen Fragen: Wer war wirklich in Frankreich, und warum tut ein Mensch den anderen Angehörigen so etwas an?