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Gerichtsprozess: Boris Becker weiß nicht, wo seine Pokale sind

Ex-Tennis-Legende vor Gericht

Gerichtsprozess: Boris Becker weiß nicht, wo seine Pokale sind

March 30, 2022, London, England, United Kingdom: Former German tennis star BORIS BECKER arrives at Southwark Crown Court in London where he is being prosecuted by the Insolvency Service for not complying with obligations to disclose information after
Boris Becker auf dem Weg zum Southwark Crown Court in London.
www.imago-images.de, IMAGO/ZUMA Wire, IMAGO/Tayfun Salci

Der frühere Tennisstar Boris Becker (54) weiß nach eigenen Angaben nicht, wo sich mehrere wichtige Pokale befinden. Er habe keine Ahnung, sagte Becker am 4. April als Angeklagter im Londoner Gericht Southwark Crown Court . Auch sein früherer Manager Ion Tiriac, bei dem sich einige Trophäen lange befunden hätten, wisse dies nicht.

Ankläger zweifeln Beckers Aussage an

Die Anklage zweifelte die Angaben an. Es sei kaum vorstellbar, dass einige der wichtigsten Pokale aus Beckers Karriere einfach verschwunden seien, sagte Staatsanwältin Rebecca Chalkley. Vielmehr wolle er die Auszeichnungen zurückhalten. „Das ist nicht korrekt“, so der Ex-Sportler.

Chalkley wirft Becker vor, die Trophäen – sowie mehrere Konten und Immobilien – vorsätzlich dem Zugriff seines Insolvenzverwalters Mark Ford zu entziehen. Sie hat deutlich gemacht, dass sie der Verteidigungslinie, Becker sei einfach von Grund auf naiv gewesen, keinen Glauben schenkt. „Alle haben Schuld, nur Sie nicht“, spottete sie. Dem 54-Jährigen könnten theoretisch bis zu sieben Jahre Haft drohen . Becker hatte 2017 Privatinsolvenz angemeldet.

Lese-Tipp: Chalkley hält Becker in ihrem Abschlussplädoyer in allen Anklagepunkten für schuldig.

Im Video: Boris Beckers Freundin Lilian im Luxus-Look auf dem Weg zum Gericht

Boris Beckers Freundin im Luxus-Look beim Prozess Lilian ist ein Hingucker
02:08 min
Lilian ist ein Hingucker
Boris Beckers Freundin im Luxus-Look beim Prozess

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Er besitze nur Replika-Fassungen

An einem früheren Prozesstag hatte der Ex-Tennisstar betont, in seinem Besitz hätten sich lediglich Replika-Fassungen befunden, die Originale seien ihm nur für die Sieger-Zeremonie überreicht worden. Er habe damals den Auszeichnungen wenig Wert beigemessen, die Titel seien ihm wichtiger gewesen. Ohnehin sei er meistens schnell zu einem anderen Turnier weiter gereist. Becker sagte kürzlich, im Haus seiner Mutter befänden sich viele Pokale. „Hoffentlich sind alle Trophäen, die Sie suchen, dort“, sagte er.

Nach den Schlussplädoyers vom 5. April werden sich die Geschworenen einen Tag später zurückziehen, um über einen Schuld- oder Freispruch zu beraten. Daraufhin setzt die Richterin das Strafmaß fest. Bereits am Mittwoch (6. April) kann es zu einem Urteil kommen, sollte sich die Jury schnell einig werden. (dpa/rla/dga)