Gericht nimmt Mutter die Tochter weg - aber Anne L. kämpft um ihr Kind!

09. Februar 2018 - 11:51 Uhr

Plötzlich durfte sie ihre Tochter nicht mehr sehen

Von einem Tag auf den anderen musste Anne L. ohne ihre Tochter Lotta leben. Diese Vorstellung ist für alle Eltern ein Alptraum. Für Anne aus der Nähe von Hamburg wurde er traurige Realität. Was nach der Trennung von Lottas Vater als 14-tägiges Umgangsrecht begann, endete mit einem harten und plötzlichen Gerichtsurteil.

"Sie haben jetzt ganz kurz Zeit, sich von ihrer Tochter zu verabschieden. Bitte weinen Sie nicht dabei"

Noch im Gerichtsgebäude musste Anne sich von ihrer kleinen Lotta verabschieden. "Wenn sie es schaffen, dann haben sie jetzt ganz kurz Zeit, sich von ihrer Tochter zu verabschieden. Bitte weinen Sie nicht dabei", hieß es plötzlich. Ein Schock für Anne. Nur zwei Mal pro Woche darf sie mit ihrer Tochter sprechen. Mehr Kontakt gibt es nicht.

Aber warum kam es überhaupt soweit? Vor etwa sieben Monaten trennten sich Anne und Lottas Vater, Lotta lebte zuerst im sogenannten Wechselmodell, abwechselnd 14 Tage bei Mama Anne, dann 14 Tage bei ihrem Papa. Doch nach dem ersten Wechsel bemerkt Anne, dass Lotta sich merkwürdig verhält, als sie von ihrem Vater zurückkommt: "Sie hat sich eingenässt über Nacht, sie hat sich auch vor anderen eingekotet."

Anne schickt die Kleine daraufhin zum Kinderpsychologen. Der stellt eine akute Belastungsreaktion mit emotionaler Krise bei ihrer Tochter fest und empfiehlt, das Wechselmodell zu stoppen und ein umfassendes Gutachten zu erstellen. Vor Gericht aber wird Annes Attest laut eigener Aussage nicht anerkannt. Stattdessen erhält der Vater mit sofortiger Wirkung das alleinige Aufenthaltsbestimmungsrecht. Seitdem lebt Lotta bei ihrem Vater - und der entscheidet, wann Mutter und Tochter Kontakt haben dürfen. Aber ist das wirklich das Beste für Tochter Lotta?

"Ich konnte nicht mehr. Ich habe nur noch geweint, geweint, geweint", sagt Anne. Wir schalten uns ein und lassen die Fakten von einer unabhängigen Psychotherapeutin prüfen. Was die zu dem Fall sagt und ob die Juristen bei ihrer harten Linie bleiben, erfahren Sie im Video.