Gericht lehnt Gnade für Pussy-Riot-Mitglied wieder ab

13. Februar 2016 - 19:58 Uhr

Maria Aljochina (25) von der russischen Punkband Pussy Riot muss bis zum Ende ihrer umstrittenen Haftstrafe im März 2014 hinter Gittern bleiben. Ein Gericht lehnte eine vorzeitige Haftentlassung erneut ab, wie die Agentur Interfax meldete.

Aljochinas Anwältin Irina Chrunowa kündigte daraufhin an, weiter für eine Freilassung zu kämpfen und bis vor den Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte zu ziehen. Ihre Mandantin, Mutter eines kleinen Sohnes, solle heimlich in ein anderes Straflager gebracht werden, sagte Chrunowa.

Aljochina war über Video bei der Verhandlung zugeschaltet. Sie war Anfang März 2012 festgenommen und am 17. August 2012 wegen Rowdytums aus religiösem Hass zu zwei Jahren Straflager verurteilt worden. Sie hatte gemeinsam mit anderen Bandmitgliedern in der wichtigsten orthodoxen Kathedrale gegen Kremlchef Wladimir Putin protestiert.