Gericht in Südkorea verurteilt Piraten

12. Februar 2016 - 22:48 Uhr

Im ersten Prozess gegen ausländische Piraten in der südkoreanischen Justizgeschichte hat ein Berufungsgericht die lebenslange Haftrafe für einen Somalier bestätigt. Der angeklagte Mahomed Araye war im Mai in erster Instanz wegen versuchten Mordes verurteilt worden. Das Berufungsgericht in der Küstenstadt Pusan sah es als erwiesen an, dass der 23-Jährige auf den südkoreanischen Kapitän des im Januar gekaperten Chemikalienfrachters 'Samho Jewelry' mit der Absicht geschossen hatte, ihn zu töten. Die Staatsanwaltschaft hatte die Todesstrafe für den Afrikaner gefordert.

Drei weitere somalische Seeräuber wurden erneut wegen bewaffneten Raubüberfalls und Entführung eines südkoreanischen Schiffes zu Haftstrafen zwischen 13 und 15 Jahren verurteilt. Die Strafe für einen weiteren Mittäter verringerte das Gericht in Pusan von 15 auf 12 Jahre. Der Betroffene habe seine Tat bereut und sich zu allen Vorwürfen schuldig bekannt, wurde der Vorsitzende Richter zitiert.