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Gerhard Berger findet Sebastian Vettels Rüpel-Remper wichtig für die Formel 1

Gerhard Berger findet Sebastian Vettels Rüpel-Remper wichtig für die Formel 1

MONZA, ITALY - SEPTEMBER 14:  Sebastian Vettel (R) of Germany and Scuderia Toro Rosso celebrates on the podium with Scuderia Toro Rosso Team Owner Gerhard Berger after winning the Italian Formula One Grand Prix at the Autodromo Nazionale di Monza on
Gerhard Berger, hier mit Sebastian Vettel bei dessen 1. GP-Sieg 2008, fand den Rempler des Ferrari-Piloten gegen Lewis Hamilton völlig harmlos.
Getty Images, Bongarts

Sebastian Vettel hat mit seinem Rüpel-Rempler gegen Lewis Hamilton beim Großen Preis von Aserbaidschan eine Welle an Reaktionen losgetreten, die einfach nicht abebben will. Mercedes-Oberaufseher Niki Lauda hat den WM-Führenden mit Blick auf die Faktenlage wiederholt in die Mangel genommen , Landsmann Gerhard Berger sieht die Sache ganz anders.

Berger: Richtig, dass Vettel Emotionen zeigt

"Beide haben bei dieser Aktion auf allen Tasten des Klaviers gespielt. Das ist in Ordnung so", bewertete der Österreicher im 'Bild'-Interview die umstrittene Szene. Vielmehr sei es "wichtig für unseren Sport, dass es solche Aktionen und solche Themen gibt."

Vettel war in Baku während einer Safety-Car-Phase wild gestikulierend erst neben Hamilton und dann in den Silberpfeil des Briten gefahren. Die Rennkommissare brummten dem Ferrari-Piloten für seinen Rempler eine 10-Sekunden-Strafe auf. "Ich finde es gut, dass Vettel seine Emotionen zeigt und ich finde es richtig, dass die Aktion bestraft wurde. Aber sie ist meiner Meinung nach ausreichend", sagte Berger.

FIA entscheidet über Strafmaß

Zu seiner Zeit (Berger fuhr von 1984 bis 1997 in der Königsklasse, die Red.) seien "solche Schubser" an der Tagesordnung gewesen, so der zehnmalige Grand-Prix-Sieger: "Da hat keiner drüber geredet, aber da war halt meistens auch keine Kamera drauf. Das ganze ist doch bei langsamen Tempo passiert und ich hoffe, dass es die FIA genauso sieht."

Der Motorsport-Weltverband rollt den Fall nochmal auf, untersucht, ob das Strafmaß für Vettel angemessen war. Im schlimmsten Fall könnten die FIA-Richter eine Rennsperre gegen den 30-Jährigen aussprechen. Die Entschediung soll noch vor dem Großen Preis von Österreich am kommenden Wochenende stehen.