Gerangel auf der Tribüne

DFB ermittelt gegen HSV-Rüpel Leistner

15. September 2020 - 11:05 Uhr

Stellungnahme gefordert

Nicht etwa die Pleite von Zweitligist Hamburger SV gegen Absteiger Dynamo Dresden, sondern das anschließende Handgemenge zwischen HSV-Kicker Toni Leistner waren die Diskussionspunkte der DFB-Pokal-Partie. Nun hat sich auch der DFB eingeschaltet.

Leistner ließ sich provozieren

Der Kontrollausschuss des DFB hat ein Ermittlungsverfahren gegen Leistner nach dessen Attacke auf einen pöbelnden Fan eingeleitet. Dies bestätigte der DFB der dpa am Dienstag. Der Spieler werde zu einer Stellungnahme aufgefordert, hieß es weiter. Nach der 1:4-Pleite des HSV bei Dynamo war Leistner vor einem Interview beim Pay-TV-Sender Sky auf die Tribüne gesprungen, wo ihn ein Dresden-Anhänger offensichtlich lautstark und mit Gesten beleidigt hatte.

Er griff sich den pöbelnden Dynamo-Fan, drückte ihn zu Boden, ehe umstehende Zuschauer und schließlich auch Ordner Leistner zurückdrängten, der daraufhin wieder ins Stadioninnere sprang. "Meine Familie lasse ich nicht beleidigen", begründete der gebürtige Dresdner seine Aktion anschließend im Sky-Interview.

Dynamo unterstützt HSV-Profi

Später entschuldigte der 30-Jährige sich via Instagram für seine unüberlegte Aktion. Und sogar Dynamo Dresden sprang Leistner später zur Seite: "Wir alle lieben den Fußball, weil er große Emotionen freisetzen kann. Und ja, Menschen machen Fehler. Toni Leistner ist ein Dresdner Junge, der sein Herz am rechten Fleck hat. Weiter geht's, Toni!", schrieben die Sachsen bei Twitter. Leistner hatte von 2010 bis 2014 selbst bei Dresden gekickt.

dpa/RTL.de