Geplantes Einkaufszentrum am Grand Canyon spaltet Indianer

24. Juli 2015 - 15:55 Uhr

Viele Navajo-Indianer haben keine Jobs

Der Grand Canyon zählt zu den großen Naturwundern der Erde. Jahr für Jahr reisen rund fünf Millionen Menschen zu der steilen Schlucht im US-Bundesstaat Arizona. Jetzt aber wollen Investoren dort ein gigantisches Einkaufszentrum errichten - samt Riesen-Parkplatz, Restaurants und einer Gondel für Touristen. Naturschützer sind entsetzt. Ausgerechnet Navajos, also Ureinwohner, wollen eine Shopping Mall mit Hotels bauen. Eine Gondel soll dann jährlich zwei Millionen Touristen hinunter auf eine Promenade bringen.

Geplantes Einkaufszentrum am Grand Canyon spaltet Indianer
Bekommt der Grand Canyon ein großes Einkaufszentrum?

Renée Yellowhorse ist ebenfalls eine Navajo, aber sie leitet den Widerstand gegen den Kommerz an dem für alle Indianer so wichtigen Ort. Für sie ist das Einkaufcenter ein Horror-Szenario. "Die Befürworter dieses Projekts hier an dieser unberührten Stelle sagen: Ja, der Grand Canyon ist uns heilig, aber erst einmal müssen wir leben, erst einmal brauchen wir Jobs", berichtet RTL-Reporter Peter Kleim. Aber die gebe es hier nicht.

Kein Strom, kein Gas, kein fließendes Wasser, so geht es vielen im Reservat. wo bittere Armut herrscht. Doch um das zu ändern, den Grand Canyon bebauen? Im angrenzenden Nationalpark sehen sie das Gondel-Projekt mit Angst. Noch ist nicht endgültig darüber entschieden. Die meisten Touristen hoffen, dass alles so bleibt, wie es ist.