Gepanschte Krebsmedikamente: Jetzt spricht ein Opfer von Pfusch-Apotheker Peter S.

Nach der Krebs-Diagnose der nächste Schock

Die Vorwürfe klingen ungeheuerlich: Ein Apotheker aus Bottrop soll über Jahre hinweg systematisch teure Krebsmedikamente gestreckt und das Leben unzähliger Patienten aufs Spiel gesetzt haben, um satte Gewinne einzustreichen. Auch Angelika Fischer hat Krebs - und vielleicht durch eine unwirksame Behandlung kostbare Lebenszeit verloren.

Zweifache Mutter hofft auf ein hartes Urteil

2006 kam die Diagnose: Knochenmarkkrebs. Ein Schock für Angelika Fischer und ihren Mann. Die Medikamente, die die 62-jährige zu Beginn ihrer Behandlung bekam, zeigten kaum Wirkung. Es waren Arzneimittel von Apotheker Peter S. Der Gedanke, dass sie dadurch vielleicht kostbare Lebenszeit verloren haben könnte, lässt die zweifache Mutter nicht los.

Und auch ihr Mann Hans-Jürgen Fischer leidet an Krebs. Seine Medikamente kamen jedoch glücklicherweise nicht vom beschuldigten Apotheker aus Bottrop.

Im Video sprechen die beiden ertsmals über das Gefühl, betrogen worden zu sein - und dadurch vielleicht viel kostbare Zeit zu zweit verloren zu haben. Angelika Fischer: "Mein Mann und ich sind seit 43 Jahren verheiratet. Ich bin stolz auf jedes Jahr was wir miteinander verbringen können. Wenn man weiß, dass das durch falsche Medikamente vorzeitig beendet wird, dann macht mich das sehr wütend."

Für seine Luxusvilla soll er Gott gespielt haben

Über Jahre hinweg soll Apotheker Peter S. nur einen Teil oder gleich gar keine der verordneten Medikamente in die Infusionsbeutel für eine Krebstherapie gegeben haben. Den Rest füllte er offenbar mit einfacher Kochsalzlösung auf - und verdiente dadurch Millionen. Das Geld steckte Peter S. offenbar in seine private Luxusvilla. Der Beschuldigte sitzt zur Zeit in Untersuchungshaft und schweigt zu den Vorwürfen.