Georgien-Wahl: Saakaschwili räumt Niederlage ein

12. Februar 2016 - 22:40 Uhr

Nach der Parlamentswahl in Georgien hat Präsident Michail Saakaschwili seine Niederlage eingeräumt. Seine Partei gehe in die Opposition, sagte der Staatschef bei einer Fernsehansprache am Dienstag. Die Opposition um den Milliardär Bidsina Iwanischwili stellt sich auf eine Machtübernahme in der Südkaukasusrepublik ein. Die Bewegung Georgischer Traum lag bei 53,3 Prozent der Stimmen nach Auszählung von etwa 20 Prozent der Wahlzettel, wie die Wahlkommission in Tiflis mitteilte. Das Lager von Präsident Michail Saakaschwili kam demnach auf 41,5 Prozent der Stimmen. Die Hauptstadt Tiflis ging komplett an die Opposition, die bisher nicht im Parlament war.

Es galt als sicher, dass das Machtmonopol von Saakaschwili neun Jahre nach der Rosenrevolution von 2003 gebrochen ist.