Georgien: 30 Vermisste nach Protesten

12. Februar 2016 - 22:40 Uhr

Nach den gewaltsam beendeten Protesten gegen den georgischen Präsidenten Michail Saakaschwili werden in der Südkaukasusrepublik noch etwa 30 Menschen vermisst. Darunter seien auch prominente Oppositionelle, berichtete das Internetportal civil.ge aus der Hauptstadt Tiflis.

Mehrere Verwundete liegen noch im Krankenhaus. Auch Familienmitglieder erhielten keine Auskunft über das Schicksal ihrer Angehörigen, hieß es. Bei den Protesten in der Nacht zum Donnerstag waren ein Polizist und ein Zivilist getötet worden.

Unterdessen wurden in der Nähe des Demonstrationsortes insgesamt drei Leichen gefunden. Zwei Männer seien in elektrische Kabel geraten, teilte das Innenministerium der Ex-Sowjetrepublik mit. Ob sie auf der Flucht vor der Polizei waren, ist unklar. Der dritte Tote wurde nicht weit entfernt gefunden. Die USA, ein Verbündeter Georgiens, forderten eine genaue Untersuchung der Vorfälle.