George Foreman: Wenn Klitschko gewinnt, dreht die Boxwelt durch

Für 'Big George' ist Anthony Joshua im Duell mit Wladimir Klitschko leichter Favorit
© Bongarts/Getty Images, Bongarts

11. April 2017 - 12:59 Uhr

Für Klitschko wie ein Comeback

Am 29. April kommt es in London zum Boxkampf des Jahres. Anthony Joshua und Wladimir Klitschko kämpfen im mit 90.000 Zuschauern ausverkauften Wembley-Stadion um die WM-Gürtel der Boxverbände IBF und WBA. Obwohl Klitschko nicht verletzt war, ist es für den 41-Jährigen eine Art Comeback.

Für Dr. Steelhammer geht eine lange Pause zu Ende

Rund 16 Monate ist es her, dass Dr. Steelhammer seine WM-Titel in Düsseldorf an Tyson Fury verlor.  Bei seiner Punktniederlage gegen den Briten war Klitschko noch 39. Seitdem hat er keinen Kampf mehr bestritten, dafür musste er aber zwei geplatzte Fighttermine inklusive intensiver Vorbereitung über sich ergehen lassen.

Mittlerweile ist Klitschko als Anfang 40 und sein Gegner 27. George Foreman (Weltmeister mit 45) sieht darin aber keinen Nachteil. "Das Alter halte ich überhaupt nicht für ein Problem. Aber die meisten Boxer verlassen sich zu sehr auf ihre Erfahrung, wenn sie älter werden. Sie werden etwas überheblich", sagte der 68-Jährige in einem Interview mit der 'Sport Bild'.

Macht die Erfahrung den Unterschied?

Die Erfahrung könnte in der Tat der ausschlaggebende Faktor bei dem Mega-Fight der beiden Schwergewichtler sein. "Ich habe Joshua im Training besucht. Er ist ein wirklich guter Athlet. Aber er verlässt sich noch sehr auf seine Ecke. Wenn die Taktik nicht funktioniert, wird es eng. Klitschko weiß, wie man gewinnt, und versteht, wie man Körpergröße einsetzt", so Foreman weiter.

Dennoch ist für  'Big George'  der Youngster leichter Favorit: "Wenn ich ein Spieler wäre, würde ich Joshua als 6:5 Favoriten sehen."  Und wenn es dann doch anders kommt: Falls Klitschko den WM-Titel zurückholen sollte, "dreht die Boxwelt durch", prognostiziert der Altmeister.