George Floyd flehte um sein Leben

US-Sportstars erzürnt über Polizeigewalt

28. Mai 2020 - 8:14 Uhr

"Ich kann nicht atmen"

Ein neuer Fall von Polizeigewalt gegen einen dunkelhäutigen Bürger erschüttert die Vereinigten Staaten. Bei einem brutalen Einsatz am Montagabend starb der unbewaffnete George Floyd. Zahlreiche US-Sportstars haben sich in den sozialen Netzwerken erschüttert geäußert.

"Wenn euch dieses Foto nicht verstört und stinksauer macht, dann weiß ich auch nicht", schrieb NBA-Star Steph Curry auf Instagram zu einem Screenshot aus dem in Minneapolis aufgenommenen Video des Vorfalls. "George hat um Hilfe gefleht und wurde einfach ignoriert, was klar und deutlich aussagt, dass sein schwarzes Leben keine Rolle gespielt hat", schrieb Curry weiter.

Auch Lakers-Star LeBron James äußerte sich, ebenso das NFL-Team der Minnesota Vikings und die deutsche Basketballerin Satou Sabally.

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STILL!!!! 🤬😢😤

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Der Tod George Floyds in Minneapolis hatte Proteste in der US-Stadt ausgelöst. Auslöser war ein rund zehn Minuten langes Video aus der Stadt im Bundesstaat Minnesota, das auf Facebook gestellt wurde: Ein weißer Polizist drückte sein Knie mehrere Minuten lang an den Hals Floyds, der wiederholt um Hilfe flehte, bevor er das Bewusstsein verlor. Wiederholt sagte der Afroamerikaner: "Ich kann nicht atmen." Er starb kurz danach in einem nahen Krankenhaus.

Das Video des Polizeieinsatzes

US-Präsident Donald Trump hat eine Untersuchung des Justizministeriums und der Bundespolizei FBI angeordnet. Trump versicherte am Mittwochabend auf Twitter: "Der Gerechtigkeit wird Genüge getan!" Er habe die Behörden zu beschleunigten Ermittlungen aufgefordert. Zugleich sprach Trump den Angehörigen und Freunden des Opfers sein Mitgefühl aus. Der Präsident nannte den Tod Floyds "sehr taurig und tragisch".

"Es sollte in Amerika kein Todesurteil sein, schwarz zu sein", sagte der Bürgermeister von Minneapolis, Jacob Frey, in einer emotionalen Pressekonferenz. Die vier in den Fall involvierten Polizisten seien mit sofortiger Wirkung entlassen worden.