Überlebender: "Ich war vor meinem LKW und wurde durch die Luft geschleudert"

16. August 2018 - 13:40 Uhr

Die schreckliche und absurde Tragödie von Genua

Ein 100 Meter langes Stück einer Autobahnbrücke sackt plötzlich zusammen und reißt mehrere Autos in die Tiefe, eins nach dem anderen wird zwischen den Trümmern zerquetscht. Rund 40 Menschen kommen bei diesem schrecklichen Unglück ums Leben, darunter auch viele Kinder. Einige überlebten wie durch ein Wunder.

Sie waren zur falschen Zeit am falschen Ort

Ein schweres Unwetter tobte am Dienstagmittag über der norditalienischen Stadt, als Tonnen von Beton mit voller Wucht 45 Meter tief auf den Boden knallten und Menschen mit in den Tod rissen. Ein Mann konnte sich in allerletzter Sekunde aus seinem LKW befreien, als die Fahrbahn plötzlich unter seinen Rädern wegbrach: "Ich war vor meinem LKW und wurde dann durch die Luft geschleudert, irgendwohin. Ich weiß es nicht", sagt er.

Ein Mittelpfeiler sei von jetzt auf gleich eingestürzt und hätte die Fahrbahn mitgerissen, als ob sie bombardiert wurde, sagt ein Augenzeuge. Die italienische Zeitung "Il Messagero" berichtet von Kinderspielzeug und Reisegepäck, die Rettungskräfte in den Trümmern fanden. Unter den Opfern sei auch eine dreiköpfige Familie aus der Umgebung, schreibt die Zeitung.