Genf: Kopilot entpuppt sich als Flugzeugentführer

17. Februar 2014 - 19:27 Uhr

In Cockpit verschanzt

Nachdem am Morgen ein äthiopisches Passagierflugzeug auf dem Weg nach Rom entführt und zur Landung auf dem Flughafen Genf gezwungen wurde, bestätigten die Schweizer Behörden, dass der Kopilot selbst die Maschine entführt hat.

Genf: Kopilot entpuppt sich als Flugzeugentführer
Das Flugzeug sollte eigentlich planmäßig in Rom landen.
© dpa, Salvatore Di Nolfi

Das in Addis Abeba gestartete Flugzeug sollte eigentlich planmäßig in Rom landen. Laut Berichten des Schweizer Nachrichtenportals '20 Minuten' sendete die Besatzung der betroffenen Maschine aber bereits Stunden vor der Landung in Genf das internationale Notsignal für Flugzeugentführungen.

Festnahme des Luftpiraten

Offensichtlich nutzte der Kopilot eine kurze Abwesenheit des Chefpiloten aus und verschanzte sich im Cockpit. Zwei Kampfflugzeuge der italienischen Luftwaffe begleiteten die Maschine zum gesperrten Genfer Flughafen

Der 31-jährige mutmaßliche Täter stieg nach der Landung in Genf aus einem Cockpitfenster und ließ sich widerstandslos festnehmen. Laut der Fluggesellschaft Ethiopian Airlines blieben alle Passagiere und Besatzungsmitglieder unverletzt. Ziel des Entführers war wohl der Wunsch, in der Schweiz Asyl zu beantragen, da er in seinem Land in Gefahr gewesen sei.