Meteorschauer im Dezember

Tausende Geminiden erhellen den Sternenhimmel vor Weihnachten

Die Sternschnuppen der Geminiden scheinen dem Sternbild Zwillinge zu entspringen. Ihr Ausstrahlungspunkt wird "Radiant" genannt - zu sehen sind sie aber in weiten Teilen des Nachthimmels. Grafik: Sven Melchert, Vereinigung der Sternfreunde
Die Sternschnuppen der Geminiden scheinen dem Sternbild Zwillinge zu entspringen. Ihr Ausstrahlungspunkt wird "Radiant" genannt - zu sehen sind sie aber in weiten Teilen des Nachthimmels. Grafik: Sven Melchert, Vereinigung der Sternfreunde

16. Dezember 2021 - 8:51 Uhr

Meteorstrom am Vorweihnachtshimmel

Sternschnuppen sind ein Spektakel, egal wie alt man ist, man freut sich wie verrückt, wenn man im richtigen Moment in den Himmel schaut. Wie jeden Dezember sind es die Geminiden, einer der großen Meteorströme, die ein echtes Sternschnuppen-Erlebnis bieten. In der Nacht von Montag auf Dienstag erreichte der Sternschnuppenschauer seinen Höhepunkt mit rund 150 Feuerbällen pro Stunde.

Spielt das Wetter beim Geminiden-Höhepunkt mit?

In diesem Jahr ist das Maximum der Geminiden in der Nacht von Montag, den 13., auf Dienstag, den 14. Dezember zu erwarten. Neben den sommerlichen Perseiden sind die winterlichen Geminiden einer der großen Meteorströme, die auch ungeübten Himmelsbeobachtern ein Erfolgserlebnis in Sachen Sternschnuppen bieten. Doch wie sieht es mit dem Wetter aus?

RTL-Meteorologe Patrick Panke erklärt, wie hoch die Chancen sind, den Höhepunkt der Geminiden in dieser Nacht zu sehen: "Sternschnuppen-Gucken wird in der kommenden Nacht kein leichtes Unterfangen, Es sei denn man wohnt auf den Bergen im Süden. Oberhalb von 700 Metern sollte die Sicht auf die Sterne sehr gut sein. Aber zumindest vor Mitternacht sind von der Eifel bis ins Rheinland, im Sauerland, dem südlichen Niedersachsen und Thüringen kurz mal ein paar Auflockerungen möglich. Beim Blick in den Himmel ist also doppelt Geduld gefragt."

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Wann sind die Sternschnuppen zu sehen?

Anders als bei den Perseiden-Sternschnuppen im Sommer muss man bei den Geminiden nicht bis nach Mitternacht warten, um die meisten zu sehen. In diesem Jahr ist allerdings genau zu diesem Zeitpunkt der Mond bis nach Mitternacht sichtbar und hell. Sobald es allerdings dunkel wird, kann man schon nach den wunscherfüllenden Sternchen Ausschau halten. Um 8 Uhr MEZ ist der Höhepunkt mit bis zu 150 Sternschnuppen pro Stunde erreicht.

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Wo sehe ich die meisten Sternschnuppen?

Ein freier Blick nach Osten ist von Vorteil, im Laufe der Nacht sieht man sie im Süden, am Dienstagmorgen sind sie im Nordwesten zu sehen.

Das Sternbild Zwillinge, nach dem die Geminiden benannt sind, geht bereits in den Abendstunden am Osthimmel auf. Wer das Sternbild nicht kennt: Die Zwillinge stehen genau links oberhalb vom Orion am Himmel. Besonders hell sind ihre zwei Hauptsterne Kastor und Pollux, ein aus der griechischen Mythologie bekanntes Zwillingspaar. Der scheinbare Ausstrahlungspunkt der Sternschnuppen liegt knapp über Kastor, dem oberen der beiden Zwillingssterne. Dabei handelt es sich aber nur um einen perspektivischen Effekt, ähnlich wie bei einer Autofahrt durch einen Schneeschauer.

Lese-Tipp: Sternschnuppen oder Astronautenwäsche am Himmel zu sehen?

Woher kommen die Geminiden?

Romantiker könnten sogar dieser wissenschaftlichen Erklärung etwas abringen. Denn wahrscheinlich ist die Ursache ein zerbrochener Asteroid, der vom Kleinplaneten "Phaeton" abgebrochen ist und dann selbst noch einmal zerbrach und diese kosmische Staubwolke hinterließ. Beim Eindringen in die Erdathmosphäre verglühen diese winzigen Trümmerteile als Sternschnuppen.

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(avo, kfb)