Gemeinsam gegen den Hass: Passagiere beseitigen Hakenkreuz-Graffiti in New Yorker U-Bahn

In einer U-Bahn in New York haben Passagiere eindrucksvoll gegen Hass gekämpft.
© dpa, Sven Hoppe

08. Februar 2017 - 16:36 Uhr

Ein Zeichen gegen Rassismus und Hass

Eine Gruppe von Passagieren hat in der New Yorker U-Bahn Hakenkreuze und antisemitische Schmierereien entdeckt und die Graffiti spontan gemeinsam entfernt. So setzten sie ein Zeichen gegen Hass und Rassismus.

Auf Fenstern und Werbeplakaten in dem Waggon hatten Unbekannte Nazi-Diktator Adolf Hitler gelobt und gefordert, den jüdischen Staat Israel zu zerstören, wie die 'New York Times' unter Berufung auf zwei anwesende Passagiere berichtete.

Nach betretenem Schweigen sei ein Mann aufgestanden und habe sich mit Hand-Desinfektionsmittel und Taschentüchern an die Arbeit gemacht, berichtete Gregory Locke auf Facebook von der spontanen Aktion am Samstagabend (Ortszeit). "Ich habe nie so viele Leute gleichzeitig in ihre Taschen greifen sehen, um nach Taschentüchern und Desinfektionsmittel zu suchen. Innerhalb von etwa zwei Minuten waren alle Nazi-Symbole verschwunden."

New Yorks Gouverneur Andrew Cuomo reagierte am Sonntag zudem auf das Foto eines U-Bahn-Passagiers, der ein Hakenkreuz in ein aus vier Kästen bestehendes Quadrat verwandelte und die Buchstaben L-O-V-E (Liebe) in die einzelnen Kästen schrieb. "Das ist, was New Yorker tun - wir verwandeln Hass in Liebe. Und wir werden nicht nachgeben - nicht jetzt, niemals", schrieb Cuomo zu dem Foto.