Gelsenkirchen: Mutmaßlicher Mörder entwischt nach Schüssen bei GSG-9-Einsatz

08. Juli 2016 - 14:57 Uhr

Ein Verdächtiger konnte fliehen

Aufruhr in Gelsenkirchen: Bei einem missglückten Zugriff in der Altstadt hat die Spezialeinheit GSG 9 auf zwei Verbrecher geschossen. Ein Mann wurde festgenommen, eine weitere verdächtige Person konnte fliehen.

Bei dem Flüchtigen handelt es sich um einen 27-jährigen mutmaßlichen Mörder aus Bosnien-Herzegowina. Gegen den Mann läuft ein Auslieferungsverfahren auf der Grundlage von drei internationalen Haftbefehlen, berichtete die Generalstaatsanwaltschaft Hamm. Dem 27-Jährige wird unter anderem ein gemeinschaftlicher Mord vorgeworfen, den er im September 2012 im bosnisch-herzegowinischen Zenica begangen haben soll.

Bei dem Einsatz am Dienstagabend in der Innenstadt von Gelsenkirchen hatten Polizisten mehrere Schüsse abgegeben. Verletzt wurde niemand. Ein Begleiter des Tatverdächtigen wurde festgenommen. Bei ihm handele es sich vermutlich nur um einen Bekannten, sagte ein Sprecher der Generalstaatsanwaltschaft. Der gesuchte 27-Jährige konnte fliehen. Die Fahndung nach ihm dauere an.

"Die Täter haben das Haus verlassen, sind in ein Auto gestiegen und wollten wegfahren, daraufhin kam es zum Einsatz einer Schusswaffe", sagte ein Polizisprecher RTL. Unbestätigten Medienberichten zufolge sollen auch die Verbrecher geschossen haben.

Bei dem Einsatz von Bundespolizei und Bundeskriminalamt sollten die Verdächtigen in einem Hotel festgenommen werden. Knapp 300 Meter davon entfernt konnte die Polizei einen Ford Kombi stoppen, im Kofferraum sind zwei Einschusslöcher zu sehen.