Angeblicher Überfall in Gelsenkirchen

Nach Spritzen-Attacke: Schülerin (13) bleibt bei ihrer Geschichte

Spritzen-Attacke auf Schülerin wohl nur vorgetäuscht
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22. November 2019 - 9:52 Uhr

Spritzen-Attacke in Gelsenkirchen: "Sie ist bei ihren Angaben zum angeblichen Tatgeschehen geblieben"

Der Vorfall hat bundesweit für Aufsehen gesorgt. Ein 13 Jahre altes Mädchen behauptete, ein Mann hätte ihr in Gelsenkirchen eine unbekannte Substanz mit einer Spritze verabreicht und nur "Nummer sechs" zu ihr gesagt. Ermittler nahmen den Fall auf und suchte nach dem mutmaßlichen Täter. Nach einer rechtsmedizinischen Untersuchung war aber schnell klar: Das Mädchen hat sich die Geschichte nur ausgedacht. Dennoch bleibt sie bei ihrer Version, teilt die Polizei am Montag mit.

Spritzen-Attacke in Gelsenkirchen? Mädchen soll den Vorfall vorgetäuscht haben

15.11.2019, Nordrhein-Westfalen, Gelsenkirchen: Das Foto zeigt den Eingangsbereich des Wissenschaftsparkes, in dessen Nähe eine Schülerin von einem Unbekannten mit einem Messer bedroht und mit einer Spritze gestochen worden sein soll. Foto: Roland We
In diesem Park in Gelsenkirchen soll sich nach Angaben der Schülerin der Vorfall ereignet haben.
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"Sie ist bei ihren Angaben zum angeblichen Tatgeschehen geblieben. Sie sei Opfer einer Straftat geworden", sagte Polizeisprecher Christopher Grauwinkel am Montag. Die Jugendliche hatte am Donnerstag gesagt, dass ein unbekannter Mann sie auf einer Straße bedroht und ihr mit einer handelsüblichen Spritze eine Substanz verabreicht habe. Das Mädchen kam in ein Krankenhaus. Die Polizei nahm die Schilderungen sehr ernst und rief die Bevölkerung zur Wachsamkeit auf.

Am Tag danach stellte ein Rechtsmediziner laut Polizei fest, dass sich die 13-Jährige die Verletzungen selbst zugefügt habe. Auch eine Blutuntersuchung blieb ohne Befund. Die Ermittler gehen seitdem davon aus, dass die Jugendliche den Vorfall vorgetäuscht hat. Warum die Jugendliche das getan haben sollte, ist weiterhin unklar.

Saftige Rechnung für die Eltern?

Die 13-Jährige habe das Krankenhaus noch am Freitag verlassen, sagte der Polizeisprecher. Im Beisein ihrer Eltern sei sie dann auf einer Wache befragt worden. "Derzeit wird geprüft, ob dem Mädchen die Kosten für die polizeilichen Ermittlungen in Rechnung gestellt werden sollen", sagte der Sprecher weiter.

Eine strafrechtliche Verfolgung wegen Vortäuschens einer Straftat ist ausgeschlossen, da die Jugendliche wegen ihres Alters noch strafunmündig ist.