Geisterfahrer kracht in Reisebus und stirbt – Autobahn stundenlang gesperrt

Vom Wagen des Geisterfahrers blieb nur ein Wrack. Der Mann starb noch an der Unfallstelle.
© dpa, Polizei Lörrach

08. Juni 2013 - 16:09 Uhr

Polizei: "Wir sind froh, dass nicht mehr passiert ist"

Die Kette schwerer Geisterfahrer-Unfälle reißt nicht ab. Diesmal krachte ein 32-Jähriger auf der A5 in einen Reisebus und starb. Die etwa 60 Berufsschüler im Bus kamen überwiegend mit dem Schrecken davon. Der Unglücksfahrer war allein in einem Kleinwagen unterwegs. In dem Bus reiste eine Berufsschulklasse aus Essen aus dem Italien-Urlaub nach Hause. Der 49-jährige Fahrer und ein Schüler wurden leicht verletzt.

Die meisten Schüler schliefen zum Unfallzeitpunkt um 4 Uhr morgens. "Wir sind froh, dass nicht mehr passiert ist", sagte ein Polizeisprecher. Der Bus hätte durchaus in Flammen aufgehen können. "Das wäre ein Fiasko gewesen", sagte er.

Die Autobahn Karlsruhe-Basel musste bei Weil am Rhein in nördlicher Richtung für mehrere Stunden voll gesperrt werden. Die näheren Umstände für die Falschfahrt sind noch unklar. Angaben zur Herkunft und zum Ziel des Geisterfahrers machte die Polizei nicht.

In jüngerer Vergangenheit hatte es in Deutschland immer wieder tödliche Unfälle mit Geisterfahrern gegeben. Ende Mai war ein 57 Jahre alter Falschfahrer bei einem Unfall auf der Autobahn 3 in Niederbayern getötet worden. Ende April verursachte ein 82 Jahre alter Geisterfahrer einen tödlichen Unfall auf der Autobahn 81 bei Böblingen.

Tote bei Busunfall in Bayern

Bei einem weiteren schweren Unfall mit einem Reisebus ist in Oberbayern eine 37-jährige Frau ums Leben gekommen. Der Bus mit einer Schulklasse aus Polen fuhr auf der A9 bei Ingolstadt in eine Böschung und kippte um. Eine 13- und eine 16-jährige Schülerin wurden schwer verletzt, teilte die Polizei mit. Sie wurden per Hubschrauber ins Krankenhaus geflogen. 35 Bus-Insassen erlitten mittelschwere oder leichte Verletzungen.

Die A9 Richtung München musste mehrere Stunden gesperrt werden. Mehr als 200 Rettungskräfte, Feuerwehrleute und Polizisten waren vor Ort im Einsatz.