Mann starb vor 3 Wochen unter ungeklärten Umständen

Geisterfahrer fährt mit totem Lebenspartner quer durch Spanien

Vor der Festnahme lieferte sich der Geisterfahrer mit der Polizei eine Verfolgungsjagd (Symbolbild).
Vor der Festnahme lieferte sich der Geisterfahrer mit der Polizei eine Verfolgungsjagd (Symbolbild).

09. April 2021 - 11:14 Uhr

66-jähriger Geisterfahrer baute nach Verfolgungsjagd Unfall

Es klingt wie eine Szene aus einem Hollywoodfilm: Polizisten haben in Spanien einen Geisterfahrer (66) mit einer stark verwesten Leiche auf dem Beifahrersitz festgenommen. Laut Polizei gab es am Donnerstag zunächst eine lange Verfolgungsjagd mit mehreren Einsatzwagen. Dann baute der 66-Jährige auf der Autobahn nahe der Gemeinde Jafre (Region Katalonien) einen Unfall und kam zum Stehen.

Geisterfahrer fuhr über 30 Kilometer durch Spanien und Frankreich

Bei dem Unfall rund 40 Kilometer südlich der französischen Grenze wurde den Angaben zufolge niemand ernsthaft verletzt. Der Geisterfahrer war in Frankreich und Spanien mehr als 30 Kilometer in falscher Richtung über die Autobahn gefahren. Er soll am Freitag dem Richter vorgeführt werden.

Leiche ist Lebenspartner des Geisterfahrers

Der 66-Jährige wurde als Spanier identifiziert, der lange Zeit in der Schweiz gelebt hat, wie die Zeitung "El País" unter Berufung auf die Behörden berichtet. Bei der Leiche handelt es sich den Erkenntnissen zufolge um den Lebenspartner (88) des Mannes. Der Schweizer starb demnach vor rund drei Wochen unter bisher ungeklärten Umständen. Seine Leiche soll obduziert werden.

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Grenzkontrollen wegen Corona-Pandemie

Nach Angaben von "El País" hatte der 66-Jährige bei einer Grenzkontrolle in Le Boulou mit seinem Wagen plötzlich umgedreht und war in falscher Richtung davongefahren. Die französische Polizei informierte die spanischen Behörden. Es wird vermutet, dass der Spanier mit der Leiche in die schweizerische Heimat seines verstorbenen Partners fahren wollte. Wegen der Corona-Pandemie gibt es derzeit Grenzkontrollen zwischen Spanien und Frankreich. Dabei muss unter anderem ein negativer PCR-Test vorgelegt werden.