DFB-Boss Keller tut es „wahnsinnig leid“

Geister-Finale: „Komisch, weil eigentlich geil“

05. Juli 2020 - 9:43 Uhr

Stimmen zum DFB-Pokal-Finale

Serge Gnabry hat die Stimmung nach dem Geister-Finale im DFB-Pokal auf den Punkt gebracht. "Es ist schon komisch in so einem leeren Stadion, wo normalerweise so ein geiles Gefühl aufkommt. Ich würde den Pokal gerne mit den Fans feiern", sagte der Torschütze zum zwischenzeitlichen 2:0 beim 4:2-Sieg der Münchner gegen ein überfordertes Bayer Leverkusen. Alle Reaktionen zum 77. Pokalfinale im Überblick:

Flick: „Heute gibt es nur Freude“

Hansi Flick (Trainer FC Bayern): "Wir gehen mit Stolz aus dem Stadion, dass wir das geschafft haben. Was die Mannschaft in den letzten Wochen geleistet hat, ist sensationell. Die Einstellung ist einfach fantastisch. Ich bin sehr, sehr happy. Wie die Mannschaft performt, ist außerordentlich. Heute gibt es nur Freude."

Flick und das gute Gefühl

Serge Gnabry (Spieler FC Bayern): "In der ersten Halbzeit hatten wir das Spiel völlig unter Kontrolle. Wir haben dann nach der Halbzeit nicht mehr so weiter gespielt wie davor. Im Endeffekt gewinnen wir mit 4:2 nach einem Last-Minute-Elfmeter, das ist das Wichtigste."

Zur Rolle von Trainer Hansi Flick: "Er hat sehr großen Anteil, er gibt uns immer wieder ein gutes Gefühl. Das ist auch ein Stück Mentalität, das er uns einprägt, das wir verinnerlichen. Das bringt uns immer wieder weiter und hilft uns, Siege einzufahren."

David Alaba (Spieler FC Bayern): "Wir sind überhappy, dass wir den Pokal mit nach Hause nehmen."

Müller: „Ein bisschen ein trauriger Moment“

Thomas Müller (Spieler FC Bayern): "Es ist ein bisschen ein trauriger Moment. Wenn die Fans bei so einem Pokalfinale fehlen, dann ist es nicht das Gleiche. Wir haben es über weite Strecken gut gemacht, aber es tut auch ein bisschen weh." 

Keller: „Es tut mir so wahnsinnig leid, dass ihr heute keine Zuschauer gehabt habt“

Fritz Keller (DFB-Präsident): "Es ist großartig, dass wir hier stehen dürfen. Dieser Pokalwettbewerb wird in die Geschichte eingehen und das nicht nur, weil es ein Viertligist ins Halbfinale geschafft hat. Es tut mir so wahnsinnig leid, dass ihr heute keine Zuschauer gehabt habt. Das ist etwas, das ich wahnsinnig vermisse und ihr auch. Dass wir überhaupt hier stehen dürfen, haben wir fleißigen Menschen zu verdanken. Euch Fans haben wir heute so schmerzhaft vermisst."

Bender klagt: Auch mal einen „wegbeißen“

Lars Bender (Spieler Bayer Leverkusen): "Wir waren am Anfang nicht im Spiel, da hat der Mut gefehlt, das Vertrauen, die Erfahrung in so einem Spiel. Dann liegst du zurück, gegen Bayern ist es dann immens schwer. Wir hatten nochmal die Chance, für ein spannendes Spiel zu sorgen, aber die Momente, die wir hatten, haben wir leider verpasst. Es ist vielleicht so, dass man in der einen oder anderen Situation merkt, dass es das erste Finale für den einen oder anderen ist. Es geht darum, Titel zu holen, da muss man von der ersten Minute an da sein. Es geht darum, seinen Gegenspieler dann auch mal wegzubeißen, daran zu wachsen. In der zweiten Halbzeit waren die Momente da. Wenn es von Anfang an so läuft, ist es vielleicht ein anderes Spiel. Da sieht man halt, was man bewirken kann, wenn man das Vertrauen und den Mut hat. Wir waren vielleicht in der einen oder anderen Situation zu passiv, der Spielverlauf war dann auch nicht ganz so glücklich."